Auktionshaus Christie’s – Dieser edle Tropfen ist im Weltraum gereift

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Auktionshaus Christie’sDieser edle Tropfen ist im Weltraum gereift

LUXEMBURG – Ein Luxemburger Start-up hatte Rotwein ins All geschossen. 14 Monate lang reifte der Wein auf der ISS. Jetzt kommen in New York zwölf Flaschen unter den Hammer.

Immer noch sehr gut, aber «bemerkenswert verändert»: Christie’s versteigert diese Flasche Rotwein mit Weltraum-Erfahrung. (1. März 2021

Immer noch sehr gut, aber «bemerkenswert verändert»: Christie’s versteigert diese Flasche Rotwein mit Weltraum-Erfahrung. (1. März 2021

AFP/Philippe Lopez

Überirdischer Tropfen für eine Million Dollar zu haben: Das New Yorker Auktionshaus Christie’s versteigert eine Flasche Rotwein aus dem angesehenen Weingut Château Petrus bei Bordeaux, die auf der Internationalen Raumstation (ISS) einer besonderen Reifezeit ausgesetzt war. Der Schätzpreis liegt bei rund einer Million Dollar. Sollte er tatsächlich erzielt werden, wäre es die teuerste Weinflasche der Welt. Den Wein ins All gebracht hatte ein Start-up aus Luxemburg: Space Cargo Unlimited.

Der Wein des Jahrgangs 2000 gehört zu insgesamt zwölf Grand Crus, die erst im Januar nach 14 Monaten von der ISS auf die Erde zurückgekehrt waren. Tests am Institut für Weinwissenschaften der Universität Bordeaux ergaben, dass sie auch im All Spitzenweine blieben, wenngleich sich ihre Farbe und einige Duft- oder Geschmacksnoten verändert hatten.

Teuerste Weinflasche kostete 558.000 Dollar

Der galaktische Wein ist nicht Teil einer öffentlichen Auktion. Vielmehr handelt es sich um eine private Versteigerung, bei der Käufer und Preis – falls erwünscht – unter Verschluss bleiben. Der Erlös soll in die Finanzierung zukünftiger Weltraummissionen fließen, die sich mit Agrar-Forschung befassen.

Petrus-Weine sind mit die teuersten der Welt. Eine Flasche kostet in der Regel mehrere tausend Euro. Der bisherige Höchstpreis für eine 0,75-Liter-Flasche Wein wurde 2018 bei Sotheby’s erzielt: Damals wechselte eine Flasche Romanée-Conti Jahrgang 1945 für 558.000 Dollar den Besitzer.

(hoc/L'essentiel/AFP)

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