Lightyear 0: Dieser Stromer nutzt die Kraft der Sonne
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Lightyear 0Dieser Stromer nutzt die Kraft der Sonne

In den letzten Jahren haben E-Auto-Start-ups viel versprochen, doch selten Konkretes geliefert. Beim Solarauto-Projekt Lightyear aber scheint man nun Nägel mit Köpfen zu machen.

Lex Hoefsloot, Gründer und CEO von Lightyear, stellt die Serienversion des Lightyear 0 vor.

Lex Hoefsloot, Gründer und CEO von Lightyear, stellt die Serienversion des Lightyear 0 vor.

Lightyear

Elektroauto-Start-ups hat es in den vergangenen Jahren viele gegeben, doch über hochtrabende Visionen sind die meisten nicht hinausgewachsen. Das 2016 von Studenten der TU Eindhoven ins Leben gerufene Projekt der Solar-Limousine Lightyear scheint hingegen erfolgversprechender zu sein, denn das erste Modell, der Lightyear 0, wurde nun im finalen Serienoutfit präsentiert. Im September soll die Produktion einer auf 946 Exemplare limitierten Kleinserie anlaufen, im November werden die ersten Fahrzeuge an Kunden und Kundinnen übergeben.

Die Eckdaten des Leuchtturmprojekts können sich sehen lassen. Es handelt sich um eine 5,08 Meter lange Limousine, die sich dank einer besonders strömungsgünstigen Außenhaut durch einen herausragenden Luftwiderstandsbeiwert (Cw-Wert) von lediglich 0,19 auszeichnet. Das sorgt zusammen mit einem Gewicht von nur 1575 Kilogramm für Effizienzvorteile. Daher soll es der Lightyear 0 trotz einer nicht sehr üppig dimensionierten Batterie mit 60 kWh Kapazität mit einer Akkuladung 625 Kilometer weit fahren können. Der Verbrauch liegt bei 10,5 kWh pro 100 Kilometer. Entsprechend eignet sich der Stromer auch für den Langstreckeneinsatz: Bei Tempo 110 soll die Reichweite immerhin noch 560 Kilometer betragen.

Gratis-Strom von oben

In dieser Rechnung ist noch nicht der potenzielle Beitrag der in der Außenhaut integrierten Photovoltaik-Anlage miteingerechnet. Insgesamt fünf Quadratmeter gekrümmte Solarzellenfelder wurden in die Karosserie integriert. Ist der Lightyear 0 an einem sonnigen Tag unterwegs, kann das bordeigene Kraftwerk Strom für bis zu 70 weitere Kilometer einspeisen. Übers Jahr gerechnet soll der Solarertrag für eine Fahrleistung von 11.000 Kilometer reichen. Abhängig natürlich vom Fahrprofil bietet der Lightyear 0 in den Sommermonaten damit das Potenzial, den Strom für die täglichen Fahrten über Monate hinweg autark zu produzieren. Der Nutzer oder die Nutzerin wird also möglicherweise über ein halbes Jahr lang keine Zapfsäule ansteuern müssen.

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Insgesamt fünf Quadratmeter gekrümmte Solarzellenfelder wurden in die Karosserie des Lightyear 0 integriert. 

Insgesamt fünf Quadratmeter gekrümmte Solarzellenfelder wurden in die Karosserie des Lightyear 0 integriert. 

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Der mit nachhaltigen Werkstoffen ausgekleidete Innenraum bietet fünf Sitzplätze und ein Cockpit mit 10-Zoll-Touchscreen.

Der mit nachhaltigen Werkstoffen ausgekleidete Innenraum bietet fünf Sitzplätze und ein Cockpit mit 10-Zoll-Touchscreen.

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Drei Erwachsene sollen auf der Rückbank der Solarlimousine Platz finden – die Kopffreiheit im Fond ist allerdings sichtbar eingeschränkt.

Drei Erwachsene sollen auf der Rückbank der Solarlimousine Platz finden – die Kopffreiheit im Fond ist allerdings sichtbar eingeschränkt.

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Die Solarlimousine wird von insgesamt vier Motoren angetrieben, die eine Spitzenleistung von 130 kW/170 PS generieren. Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h soll zehn Sekunden dauern, maximal sind 160 km/h möglich. Der Fünftürer bietet in seinem mit nachhaltigen Werkstoffen ausgekleideten Innenraum fünf Sitzplätze, die allesamt ausreichend Platz für erwachsene Fahrgäste bieten sollen. Der Kofferraum kann bis zu 640 Liter Gepäck aufnehmen. Zur Ausstattung gehören Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze von Recaro sowie eine vernetzte Infotainment-Einheit mit 10,1-Zoll-Touchscreen, integriertem Navi und Audiosystem. Außerdem sind Assistenzsysteme wie Tempomat, Regensensor, Tempolimit-Erkennung sowie kamerabasierte Rückspiegel an Bord.

Der Lightyear 0 klingt nach einem vor allem aus ökologischer Sicht interessanten und zukunftsweisenden Auto, allerdings ist er mit 250.000 Euro ziemlich teuer. Doch Lightyear plant bereits ein erschwingliches Nachfolgemodell, das Anfang 2025 zum Preis von 30.000 Euro auf den Markt kommen soll.

(L´essentiel/Holger Holzer)

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