Flugzeugmöbel – Dieser Whirlpool ist ein Airbus-Triebwerk
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FlugzeugmöbelDieser Whirlpool ist ein Airbus-Triebwerk

Eine deutsche Firma fertigt aus alten Flugzeugteilen neue Möbel. Neben Schreibtischen gibt es auch ganz spezielle Projekte, wie einen Whirlpool aus einem Triebwerk.

Eine Wandbar aus einer alten Flugzeug-Bordwand, Schreibtische aus Flugzeugflügeln und außergewöhnliche Teile wie eine Bar aus einer Kabinentür: Das Unternehmen Flugzeugmöbel.de bringt Inneneinrichtung und Luftfahrt zusammen. Gegründet wurde das Start-Up im November 2013 von Marius Krämer, einem Berufspiloten und Luftfahrtenthusiasten.

Neben Design steht bei Krämer auch Recycling im Vordergrund: Aus ausrangierten Teilen von diversen Flugzeug- und Helikoptermodellen baut die Firma Möbel, Skulpturen und Dekoelemente aller Art, die besonders bei Flugzeugfans gut ankommen. Kein Wunder: Die Stücke sind teilweise spektakulär – und können auf Wunsch personalisiert werden.

Whirlpool aus Triebwerk für über 20.000 Euro

Neben einer regulären Kollektion hat das Unternehmen auf seiner Website auch speziellere Projekte im Angebot. Eines davon sticht sofort ins Auge: Ein freistehender Whirlpool mit 1200 Liter Fassungsvermögen und zwölf Massagedüsen. Gefertigt wurde der Pool aus dem Triebwerkseinlass eines A320. Ein so spektakuläres Teil ist natürlich nicht ganz günstig: Den Whirlpool, der auf Wunsch angefertigt wird, gibt es ab etwas mehr als 20.000 Euro.

Es sei die Leidenschaft für die Luftfahrt, die Marius Krämer und sein Team antreibt: «Es ist eine unglaubliche Freude, alten Flugzeugen ein neues Leben zu ermöglichen. Wir nehmen auch lange Distanzen in Kauf, um ausgewählte Flugzeuge selbst zu zerlegen.» sagt Krämer. Entsprechend hart sei es manchmal, sich nach einem Kauf zu trennen: «Es ist für uns immer schwierig, von speziellen Teilen loszulassen.»

«Alles, was noch fliegen kann, sollte so lange wie möglich in der Luft bleiben»

Der Berufspilot nimmt für seine Möbel nur Flugzeugteile von ausrangierten Flugzeugen. «Zwei Dinge sind uns besonders wichtig: Bei unseren Möbeln achten wir darauf, dass beim Einbetten in den neuen Kontext der ursprüngliche Charakter des Flugzeugteils erhalten bleibt. Andererseits würden wir nie an einem Flugzeugteil arbeiten, das noch für den Flug geeignet ist und ohne unsere Hilfe auch weiterhin in der Luftfahrt eingesetzt werden könnte.»

Bildstrecke: Dieser Whirlpool ist ein Airbus-Triebwerk

Die Kundschaft kann jeweils auswählen, wie viel vom Originalteil weiterhin sichtbar sein soll, beispielsweise wenn es um die Originallackierung geht. Und noch etwas anderes ist den Unternehmern wichtig: «Wir verwenden auch niemals Material aus Flugunfällen, insbesondere wenn Menschen verletzt wurden.»

(L'essentiel/Meret Steiger)

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