Kinderkrankenhaus – Dieses Foto berührt ganz Italien

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KinderkrankenhausDieses Foto berührt ganz Italien

Der kleine Matteo kommt in die Kinderklinik Salesi in Ancona. Seine Corona-infizierte Mutter darf nicht dabei sein. Eine Pflegerin verspricht, sich um den Kleinen zu kümmern.

Der sieben Monate alte Matteo wurde in der Kinderklinik von Ancona herzlich von einer Krankenschwester gepflegt. Seine Mutter schrieb zu diesem Bild: «Dieses wundervolle Foto ist ein Symbol der schützenden Umarmung an meinem Kind.»

Der sieben Monate alte Matteo wurde in der Kinderklinik von Ancona herzlich von einer Krankenschwester gepflegt. Seine Mutter schrieb zu diesem Bild: «Dieses wundervolle Foto ist ein Symbol der schützenden Umarmung an meinem Kind.»

Ospedale Pediatrico Salesi

Ein Bild aus der Kinderklinik Salesi in der Stadt Ancona geht in Italien viral. Es zeigt den sieben Monate alten Matteo in einem Bett auf der Intensivstation, wie er herzlich gehalten und gestreichelt wird von einer Krankenpflegerin im Ganzkörper-Schutzanzug. Roberta Ferrante, die Mutter des Babys, postete es mit einer liebevollen Würdigung für die Arbeit des Pflegepersonals in der schwierigen Corona-Zeit.

«Dieses wundervolle Foto ist ein Symbol der schützenden Umarmung an meinem Kind», schrieb Ferrante. Sie schildert ihre letzten Wochen, wie sie gelitten habe, weil sie ihr krankes Kind nicht sehen und auch nicht selber betreuen konnte. Der kleine Matteo war Anfang März ins Krankenhaus wegen eines Darmproblems eingeliefert worden. Was Ferrante in dem Moment nicht wusste: Sowohl sie wie auch Matteo waren mit dem Coronavirus infiziert.

«Es war die Hölle»

Matteo musste dringend am Darm operiert werden - doch weder Roberta Ferrante noch ihr Mann durften das Krankenhaus betreten. «Ich konnte nicht bei ihm sein», schreibt die Mutter. Das Personal habe sie beruhigt: «Wir kümmern uns um Ihren Sohn, Sie müssen sich keine Sorgen machen», habe eine Krankenschwester zu ihr gesagt.

Der behandelnde Arzt rief dauernd an, um die Mutter über den Zustand ihres Kindes zu informieren. Für sie, die Zuhause auf die Telefonate wartete, war es «die Hölle». Matteo lag auf der Intensivstation. «Ich werde Ihren Sohn nicht alleine lassen, bis er nicht wieder gesund ist», hieß es in der Nachricht mit Bild, die Ferrante in den Tagen nach der OP erhielt.

Matteo ist wieder zu Hause

Nach und nach sei es Matteo besser gegangen, erzählt die Mutter weiter. Nach einer Woche wurde der Kleine in ein gewöhnliches Krankenhauszimmer verlegt. Weil beide immer noch positiv auf das Virus getestet wurden, wurde das Zimmer isoliert. «Matteo war voller Schläuche. So ging das drei weitere Tage lang. Das Personal betrat das Zimmer nur, um das Nötigste zu kontrollieren.»

Für die Mutter werden diese Wochen schmerzhaft in Erinnerung bleiben. Bereits die Geburt im August sei eine harte Zeit gewesen, schreibt sie. Wegen der Corona-Beschränkungen habe sie das Kind ohne Begleitung ihres Mannes zur Welt gebracht. Sie fühle sich jedoch dankbar, dass nun alles vorbei sei. Matteo wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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