Wordle – Dieses Wortspiel bringt Tausende ins Rätselfieber
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WordleDieses Wortspiel bringt Tausende ins Rätselfieber

Einfach, gratis und ohne Werbung: Seit kurzer Zeit sorgt ein neues Knobel-Spiel namens Wordle im Netz für Furore. Der Erfinder schuf es ursprünglich für seine Freundin.

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Erfinder des Spiels ist der Programmierer Josh Wardle.

Erfinder des Spiels ist der Programmierer Josh Wardle.

Twitter/ powerlanguish
Am Anfang steht ein leeres Gitter von sechs Zeilen à fünf Kästchen …

Am Anfang steht ein leeres Gitter von sechs Zeilen à fünf Kästchen …

Screenshot Wordle
… und eine Anleitung zeigt, wie das Rätsel (Miss-)Erfolge anzeigt.

… und eine Anleitung zeigt, wie das Rätsel (Miss-)Erfolge anzeigt.

Screenshot Wordle

Fünf Felder und darunter versteckt fünf unbekannte Buchstaben, die ein englisches Wort ergeben: Der neue Online-Rätselhype namens Wordle ist ebenso einfach wie packend. Dabei, so schreibt der «Spiegel», habe es der Erfinder 2020 zunächst nur aus Plausch für seine Partnerin ersonnen. Das Prinzip: In einer Reihe von fünf Kästchen gilt es, ein englisches Wort einzusetzen. Bei jedem Versuch zeigt es in einem Rahmen von insgesamt sechs Zeilen mit einer Veränderung der Farbe in der jeweiligen Box an, ob ein ausgewählter Buchstabe im Lösungswort enthalten ist. Steht er zudem an der richtigen Stelle, wird das Kästchen grün. Nach sechs Versuchen ist Schluss. Als Basis für das Rätsel dient ein «Reservoir» von 2500 Wörtern.

Der Schöpfer von Wordle – der tatsächlich Josh Wardle heißt – hatte bereits Erfahrung mit der Materie: Früher war er als Software-Ingenieur bei Reddit tätig und schuf dort mit anderen Mitarbeitenden «The Button» und «Place», beides Gratis-Spiele, die zugleich «soziale Experimente» waren. Hinter der Entstehungsgeschichte von Wordle steht aber kein Team, sondern nur Wardle und seine Partnerin Palak Shah, für die er das Rätsel-Game kreierte.

Wardle hatte zwar bereits 2013 einen Prototypen des Spiels ersonnen, doch als seine Freunde wenig Begeisterung dafür zeigten, verwarf er die Idee wieder. Erst als er und seine Freundin während der Pandemie immer mehr Zeit mit dem Lösen des Kreuzworträtsels in der «New York Times» die Zeit vertrieben, holte er das Konzept wieder aus der Versenkung. «Ich wollte etwas ersinnen, das sie wirklich genießt», sagt er.

Keine Werbung, begrenzte Suchtgefahr

Zunächst spielte nur das Paar mit der neuen Kreation, ließ dann aber auch Freunde und Verwandte via Whatsapp daran teilhaben. Als sich Wordle in der Gruppe zu einer Obsession entwickelte, beschloss Wardle im Oktober, es auch der restlichen Welt zugänglich zu machen. Am 1. November spielten es 90 Personen – anfangs Januar waren es bereits über 300.000 Spieler weltweit.

Eines der Erfolgsgeheimnisse von Wordle ist, dass es mit einer künstlichen Verknappung – man kann nur alle 24 Stunden eines spielen – zwar das Bedürfnis nach mehr anfeuert, aber keine schädliche Sucht erzeugen kann. Zudem ist es gratis, obwohl es vermutlich eine Goldgrube sein könnte, und nervt nicht mit Werbung. «Ich denke, den Leuten gefällt es, dass dieses Ding, das nur zum Spaß da ist, online existiert», so Wardle gegenüber der «New York Times». Es versuche nicht, «etwas Fragwürdiges mit deinen Augen oder deinen Daten anzustellen», sondern sei nur Fun. «Es ist etwas, was dich motiviert, drei Minuten pro Tag damit zu verbringen, es verlangt nicht mehr Zeit.»

Obwohl es nun der ganzen Welt zur Verfügung steht, weiß Wardles Freundin es noch immer sehr zu schätzen, dass er das Spiel ursprünglich nur für sie erschuf. «Das war wirklich süß», so Shah. «Das ist definitiv die Art und Weise, wie Josh seine Liebe ausdrückt.»

(L'essentiel/trx)

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