Roberto Traversini – Differdingen hat einen neuen Bürgermeister

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Roberto TraversiniDifferdingen hat einen neuen Bürgermeister

DIFFERDINGEN - Der politische Wechsel in der drittgrößten Gemeinde ist perfekt. Déi Gréng, CSV und LSAP haben am Montagabend einen Koalitionsvertrag unterschrieben.

Der neue Bürgermeister von Differdingen und sein Vorgänger: Roberto Traversini (déi gréng) und Claude Meisch (DP), der nun Minister für Bildunmg und Hochschule, Kinder und Jugend ist.

Der neue Bürgermeister von Differdingen und sein Vorgänger: Roberto Traversini (déi gréng) und Claude Meisch (DP), der nun Minister für Bildunmg und Hochschule, Kinder und Jugend ist.

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Nach dem politischen Machtwechsel und der Einigung zwischen Déi Gréng, LSAP und CSV, eine neue Koalition unter Ausschluss der DP zu bilden, ist der politische Wechsel nun perfekt.

Neuer Bürgermeister wird der derzeitige erste Schöffe und Abgeordnete Roberto Traversini (déi gréng), der seit dem Ausscheiden diesen Posten kommissarisch von Claude Meisch übernommen hatte. Die Personalie wurde im Koalitionsvertrag festgelegt, den die Lokalsektionen von déi Gréng, CSV und LSAP am Montagabend verabschiedeten. Die Verteilung der weiteren Posten wurde ebenfalls während der Verhandlungen an diesem Wochenende beschlossen:

Der LSAP-Stadtrat Erny Muller wird 1. Schöffe und kümmert sich um die städtische Entwicklung der drittgrößten Stadt des Landes. Sein Parteifreund Fred Bertinelli übernimmt die Ressorts Sport und öffentliche Sicherheit. Georges Liesch (Déi Gréng) kümmerts ich künftig um Soziales und Kinderbetreuung während CSV-Stadtrat Tom Ulveling (CSV) wird in den Schöffenrat kommen und unter anderem die Verantwortung für Kultur und Straßenbau übernehmen.

Kritik von der DP

Die DP wird also ganz aus dem Schöffenrat ausgeschlossen. Am Dienstagmorgen zog sich auch der letzte übrig gebliebene Schöffe John Hoffmann zurück und machte damit den Weg für die neue Koalition frei. Die DP kritisierte in einer offiziellen Stellungnahme die schnelle Koalitionsbildung. Diese «zeigt wie wenig es bei dem anstehenden Koalitionswechsel um politische Inhalte geht». Die Liberalen wollen nun «geschlossen den Weg in die Opposition antreten» und sich dort weiter für ihre politischen Ziele einsetzen.

Die liberale Partei war aus den Kommunalwahlen im Jahr 2011 als große Siegerin hervorgegangen (34 Prozent der Stimmen gegenüber 22,5 Prozent für die LSAP, 15,1 Prozent für Déi Gréng und 14,2 Prozent für die CSV). Nach dem Ausscheiden von DP-Bürgermeister Claude Meisch, der als Bildungsminister in die Regierung kam, scheiterten dessen designierter Nachfolger John Hoffmann sowie zwei weitere DP-Schöffen in einer Abstimmung des Gemeinderats.

(sb/mth/L'essentiel Online/Jérôme Wiss)

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