Lokaler Sicherheitsplan: Differdingen will weiter Überwachungskameras

Publiziert

Lokaler SicherheitsplanDifferdingen will weiter Überwachungskameras

DIFFERDINGEN – Am Donnerstag hat Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch den neuen Sicherheitsplan für ihre Stadt vorgestellt. Ein Punkt auf der Agenda sind auch hier Überwachungskameras.

von
Joseph Gaulier
Vor allem der Gerlach-Park ist im Fokus, wenn es im die Sicherheit in der Stadt geht.

Vor allem der Gerlach-Park ist im Fokus, wenn es im die Sicherheit in der Stadt geht.

Editpress

«Das Konzept des lokalen Sicherheitsplans ist, mit allen an den Treffen Beteiligten die Sicherheitsmaßnahmen für ein besseres Zusammenleben zu verbessern», erklärt Christiane Brassel-Rausch (Déi Gréng), die Bürgermeisterin von Differdingen, am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen PLS («plan local de sécurité»).

Wie in Esch sind eines der brennenden Themen Überwachungskameras. Differdingen fordert diese weiterhin. Henri Kox (Déi Gréng), Innenminister des Großherzogtums, «hat bestätigt, dass er den Antrag derzeit prüfe. Danach sei er bereit, uns zu unterstützen», sagt die Bürgermeisterin. Immerhin gehe es um ein Thema, das «seit drei Jahren» auf dem Tisch liege. Die Kameras «können ein effektives Mittel sein, aber sie lösen nicht jedes Problem», sagte der Minister bislang zurückhaltend. Er wolle eher auf personelle Verstärkung der Polizei setzen.

Gefühlte oder echte Unsicherheit?

Differdingen zählt auf seine rund zehn Gemeindebediensteten, die durch das neue Gesetz erweiterte Kompetenzen erhalten. «Es benötigt eine gewisse Zeit für die Ausbildung, aber unsere Möglichkeiten werden erweitert», so die Bürgermeisterin. «Nicht auf der Tagesordnung» stehe, wieder private Sicherheitsleute einzusetzen, die für viel Aufregung gesorgt haben. «Der Finanz-Aspekt ist nicht zu verleugnen. Wir stellen sie nur für bestimmte Veranstaltungen ein, wie es auch bislang der Fall war». Die Verstärkung der Polizei und «Fußpatrouillen am Tag und in der Nacht» würde die Bürgermeisterin ihren Angaben nach bevorzugen.

Mehrere Ereignisse hatten in der Stadt für eine gewisse Unsicherheit gesorgt, besonders der Angriff auf Polizei durch eine Gruppe im Januar. «Das Gefühl der Unsicherheit ist real. Wir sind die drittgrößte Stadt des Landes. Stadt zu sein, impliziert Probleme, die Dörfer nicht haben», so die Politikerin. «Es gibt kriminelle Vorfälle und Vandalismus, das ist nicht abzustreiten. Aber es gibt teilweise auch subjektives Erleben», erklärt Jean-Paul Reuter, Psychologe und Koordinator der städtischen Abteilung für Soziales. Die hatte mehrere Aktionen unternommen, etwa den Aufkauf des Grundstücks eines Cafés.

Deine Meinung

0 Kommentare