Corona in Schulen – Distanzunterricht verunsichert einige Schüler
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Corona in SchulenDistanzunterricht verunsichert einige Schüler

LUXEMBURG – Im Heimunterricht können nicht alle Schüler gleich gut mithalten. Auch für die Oberstufenschüler ist es nicht leicht, sich an die veränderte Situation anzupassen.

Unterricht auf Distanz hängt manche Schüler ab.

Unterricht auf Distanz hängt manche Schüler ab.

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Videounterricht, Frontalunterricht: Es ist nicht leicht, sich in der neuen Schulorganisation zurechtzufinden. Obwohl die Nationale Schülerkonferenz Luxemburgs (CNEL) gefordert hat, Schülern die Möglichkeit zum Heimunterricht einzuräumen, ist diese Praxis für einige nicht die beste. «Wir sind jeden zweiten Tag im Videounterricht», berichtet Chloé: «Ich werde nicht lügen, es ist kompliziert, das zu schaffen.» Viele ihrer Mitschüler würden deshalb den Anschluss in der Schule verlieren.

Marie, die auf das Lycée Aline-Mayrisch geht, stimmt dem zu. «Heimunterricht ist schwierig, denn man muss sich die ganze Zeit konzentrieren können. Ich lerne nicht so viel wie im Unterricht», sagt die 16-Jährige. Die Wahl der Sektion im nächsten Jahr macht der Gymnasiastin dagegen keine Angst: «Ich hätte gerne Sektion C oder D gewählt, aber ich weiß noch nicht genau, was ich später machen will. Ich konzentriere mich im Moment auf das, was gerade passiert.»

Claudia teilt diese Gelassenheit jedoch nicht. Die Schülerin am Lycée-St. Anna in Ettelbrück macht sich große Sorgen um ihre Zukunft: «Ich wollte im Tourismus arbeiten, vor allem an Flughäfen.» Angesichts der Situation und der Jobverluste in diesem Bereich habe sie sich jedoch umorientiert. Die 18-Jährige will jetzt Lehrerin werden und hofft, dass sie ihren Studienort frei wählen kann, wie es ihr gefällt. Der Traumberuf von Vato ist Englischlehrer, er freut sich auf das Studium in den Niederlanden. Der Oberstufenschüler des Petinger LTMA hofft, dass er für sein Studium ins Ausland gehen kann. «Wenn ich von zu Hause aus lernen muss, kann ich genauso gut hier bleiben», sagt er und gibt an, dass ihn das Coronavirus schon sehr stresse.

(Noémie Koppe/L'essentiel)

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