Kritik am Djoker – Djokovic provoziert Turnierchef nach Wien-Pleite

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Kritik am DjokerDjokovic provoziert Turnierchef nach Wien-Pleite

Novak Djokovic hat in Wien so deutlich wie noch nie verloren. Mit der Erklärung des Serben ist Wiens Turnierdirektor ganz und gar nicht einverstanden.

Nein, Novak Djokovic gelingt es einfach nicht – die Tennis-Weltnummer eins kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Der Serbe wurde Anfang September am US Open disqualifiziert, nachdem er eine Linienrichterin unabsichtlich mit dem Ball abgeschossen hatte. Kurze Zeit später rastete Djokovic am Italian Open in Rom aus, dran glauben musste dieses Mal aber nur der Schläger. Dann wurde der 33-Jährige kritisiert, weil er in Serbien auf offener Straße beim Spaziergang ohne Maske mit Kindern Tennis spielte. Und nun?

Nun ja, es begann am Freitag damit, dass Djokovic beim Turnier in Wien sang- und klanglos scheiterte – an einem Lucky Loser, das hatte es noch nie gegeben in seiner Karriere. Djokovic verlor nicht etwa knapp, sondern 2:6, 1:6. Die statistisch gesehen deutlichste Niederlage seiner Karriere. Und was sagte der Djoker zu seiner Pleite in der folgenden Pressekonferenz? «Ich komme mit dem Ergebnis gut klar und schaue nach vorn. Ich bin hergekommen, um den Platz an der Weltranglistenspitze zum Ende des Jahres zu sichern, das habe ich auch geschafft. Ich habe erreicht, wofür ich hergekommen bin.»

«Eine der härtesten Leistungen in der Sportwelt»

Diese Aussage brachte Wiens Turnierdirektor Herwig Straka auf die Palme. «Ich finde solche Aussagen entbehrlich, auch wenn man so denken würde, sagt man das in keiner Pressekonferenz», sagte Straka der APA. Sympathien hat Djokovic mit dieser Taktik wohl nur wenige gewinnen können. Aber darauf scheint der 17-fache Grand-Slam-Sieger auch nicht aus zu sein.

Ihm ist wichtiger, dass er das Jahr zum sechsten Mal als Nummer eins beendet und damit den Rekord des US-Amerikaners Pete Sampras ausgleicht. «Sampras war eines meiner Idole in meiner Kindheit und natürlich will ich das Jahr als Nummer eins abschließen, um seinen Rekord einzustellen. Das ist eine der härtesten Leistungen in der Sportwelt», hatte Djokovic vor dem Turnier in Wien zu Protokoll gegeben. Hinter Djokovic und Sampras standen Roger Federer, Rafael Nadal und Jimmy Connors bisher fünfmal am Jahresende ganz oben auf dem Thron.

(L'essentiel/Adrian Hunziker)

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