Bedeutende Annäherung – Donald Trump und Kim Jong-un planen Treffen

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Bedeutende AnnäherungDonald Trump und Kim Jong-un planen Treffen

Im Nordkorea-Konflikt stehen die Zeichen weiterhin auf Entspannung. Machthaber Kim Jong-un hat den US-Präsidenten zu einem Gespräch eingeladen.

US-Präsident Donald Trump hat sich zu einem historischen Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un zur Lösung des Atomkonflikts bereiterklärt. Trump habe eine Einladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un für ein erstes Gipfeltreffen der beiden Staaten akzeptiert, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders am Donnerstag in Washington.

Ort und Zeitpunkt müssten noch festgelegt werden. Kim habe sich zudem zu einer atomaren Abrüstung bereiterklärt und zugesagt, alle Atom- und Raketentests vorerst zu stoppen, sagte Südkoreas Sondergesandter Chung Eui Yong, der die Einladung nach einem Besuch in Nordkorea überbrachte. Nach seinen Worten will Trump Kim spätestens im Mai treffen.

Atomwaffenfreie Halbinsel geplant

Ein Treffen wäre eine dramatische Wende in dem Konflikt. Die beiden Staatschefs hatten sich im vergangenen Jahr mit Kriegsrethorik, Drohungen und Schmähungen überzogen, was Sorgen vor einer Eskalation schürte. Das letzte ähnlich hochrangige Treffen gab es im Oktober 2000. In der Amtszeit von Präsident Bill Clinton traf sich Außenministerin Madeleine Albright in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang mit dem damaligen Machthaber Kim Jong-il - dem Vater Kims.

Trump sprach von großen Fortschritten. «Treffen wird geplant», erklärte der US-Präsident über den Kurznachrichtendienst Twitter. Zudem werde es «in dieser Phase keine Raketentests von Nordkorea geben». Kim habe bei dem Treffen mit der südkoreanischen Regierungsdelegation am Montag nicht nur von einem Aussetzen der Atom- und Raketentests gesprochen, sondern von einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

Ergebnis des internationalen Drucks

Die Sanktionen müssten aber aufrechterhalten werden, bis es ein Abkommen gibt. Beim Besuch der südkoreanischen Delegation hatte Kim seine Bereitschaft für den Verzicht auf Atomwaffen erklärt, wenn die Sicherheit seines Landes garantiert sei. Zugleich vereinbarten die beide koreanischen Staaten ein Gipfeltreffen im kommenden Monat im Grenzort Panmunjom - das erste seit mehr als einem Jahrzehnt. Nun will die Delegation noch in Russland und China über die Entwicklung informieren.

Chung sagte, er habe Trump von der Zusage Kims für eine atomare Abrüstung berichtet. Ebenso von seinem Wunsch, Trump so bald wie möglich zu treffen. Der US-Präsident habe anerkennend reagiert und erklärt, Kim zu treffen, um eine Denuklearisierung zu erreichen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüsste den Kurswechsel Nordkoreas. Er sei ein Ergebnis des internationalen Drucks auf die Führung in Pyongyang.

Vielversprechende Gesprächseinladungen

Erste Signale für eine Entspannung in dem Konflikt gab es kurz vor und während der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar. Es begann zunächst mit einer leichten Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten. Eine ranghohe Delegation aus dem Norden besuchte Südkorea und lud Präsident Moon Jae In nach Pyongyang ein.

Dieser schickte nun seinen Sicherheitsberater Chung an der Spitze einer Delegation in den Norden. In den Monaten zuvor hatten sich Nordkorea und Trump verbale Schlagabtausche geliefert und gegenseitig mit Vernichtung gedroht. Nordkorea drohte mit Atomwaffen, die jeden Winkel der USA erreichen könnten.

(L'essentiel/scl/sda/afp)

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