Doppeladler, Black Power, Hitlergruß – Sportmomente, die Geschichte schrieben

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Olympiade der Nationalsozialisten zu Propaganda-Zwecken 1936
Olympiade der Nationalsozialisten zu Propaganda-Zwecken 1936

Die Olympischen Sommerspiele 1936 waren eine Möglichkeit für Adolf Hitler, der 1933 mit den Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatte, Propaganda zu betreiben und Deutschland der Welt als friedliebendes, soziales und wirtschaftlich aufstrebendes Land zu präsentieren. Hitler betonte deshalb, dass er alles tun werde, um die Spiele so vollkommen wie möglich zu machen. Gegen alle Mahnungen des IOC, die Gastgeberrolle nicht zur Selbstdarstellung zu missbrauchen, nutzte das Regime alles, um mit einem «propagandistischen Gesamtkunstwerk» sich selbst gut in Szene zu setzen und mit begeisterten Volksmassen Ekstase und Einigkeit von Volk und Führer zu demonstrieren.

Bettmann Archive
Black Power-Proteste gegen Rassismus 1968
Black Power-Proteste gegen Rassismus 1968

Dieses Bild von den Olympischen Spielen 1968 gilt als eines der ikonischsten überhaupt, was politischen Protest im Rahmen von Sport-Großereignissen angeht. Tommie Smith und John Carlos, die Gewinner von Gold und Bronze über 200 Meter, strecken die Fäuste zum «Black Power»-Gruß in die Luft. Mit gesenkten Köpfen und schwarz behandschuhten Fäusten weigern sie sich, die amerikanische Flagge und die Nationalhymne anzuerkennen. Sie protestieren damit gegen Rassismus und die schlechte Behandlung Schwarzer in den USA.

Bettmann Archive
Terroranschlag an den Olympischen Spielen in München 1972
Terroranschlag an den Olympischen Spielen in München 1972

Die Olympischen Spiele 1972 wurden von einem Terroranschlag überschattet. Mit Sturmgewehren bewaffnet kletterten acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September über den Zaun des olypischen Dorfs und nahmen elf israelische Delegationsmitglieder als Geiseln. Zwei der Geiseln wurden gleich zu Beginn der Aktion verwundet, sie starben noch im olympischen Dorf an ihren Verletzungen.

Bei einem missglückten Befreiungsversuch der deutschen Behörden wurden auf einem Flugplatz alle anderen Geiseln, fünf Terroristen und ein deutscher Polizist getötet. Nach dem Tod der israelischen Sportler blieben die Spiele für einen Tag unterbrochen und nach einer Trauerfeier im Olympiastadion liess IOC-Präsident Avery Brundage sie mit dem Satz «The games must go on!» fortführen.

Fairfax Media via Getty Images
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