Schwer erkrankt – Dramatische Baby-Rettung auf hoher See

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Schwer erkranktDramatische Baby-Rettung auf hoher See

Eine Familie will mit zwei kleinen Kindern an Bord um die Welt segeln. Doch als ihre einjährige Tochter schwer erkrankt, wird dieser Traum zum Albtraum.

Baby Lyra war mit hohem Fieber sehr schwer erkrankt – und das auf einem Segelboot, dessen Lenkung nicht mehr funktionierte und das 1'400 Kilometer vorMexikos Pazifikküste lag. Die Eltern der Einjährigen, Eric und Charlotte Kaufman, musste deswegen einen Notruf absetzen und funkten medizinische Hilfe ab.

Diese kam in beeindruckendem Umfang: Rettungssanitäter der Nationalgarde Kaliforniens sprangen per Fallschirm bei dem havarierten Segler ab, gleichzeitig nahm die Fregatte «USS Vandergrift» zu dem Havaristen Kurs auf.

Den Sanitätern gelang es, den Gesundheitszustand des Babys zu stabilisieren. Später nahm die Fregatte die Familie auf. Was dem Kleinkind fehlte, konnte der Pressesprecher der kalifornischen Nationalgarde, Roderick Bersamina, nicht sagen.

In den USA hagelt es Kritik

Daheim in San Diego war die Erleichterung über die Rettung riesig. Lyras Tante sagte gegenüber US-Medien: «Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Da waren Angst, Ungewissheit und große Dankbarkeit dafür, dass diese Männer aus einem Flugzeug gesprungen sind, um meine kleine Nichte zu retten.»

Eric und Charlotte Kaufman mussten sich in den USA allerdings einige Vorwürfe anhören, mit zwei kleinen Kindern in See gestochen zu sein. Beide verteidigten sich in einer schriftlichen Stellungsnahme: «Wir verstehen nicht, dass unsere Entscheidung für eine solche Reise mit Kindern kritisiert wird. Aber Sie sollten wissen, dass unsere Familie seit sieben Jahren so lebt. Wir haben uns wie jede andere Segel-Crew sehr gut auf diese Reise vorbereitet.»

(L'essentiel/sda )

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