Ärztekammer bestätigt – Drei weitere Ärzte auf den Spuren von Dr. Benoît Ochs
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Ärztekammer bestätigtDrei weitere Ärzte auf den Spuren von Dr. Benoît Ochs

LUXEMBURG – Neben dem Fall von Dr. Benoît Ochs werden derzeit drei weitere Fälle untersucht, bei denen Mediziner fragwürdige Meinungen zur Corona-Pandemie geäußert haben.

Die Ärztekammer untersucht derzeit drei weitere Fälle.

Die Ärztekammer untersucht derzeit drei weitere Fälle.

Der Fall von Dr. Benoît Ochs sorgt in Luxemburg für Aufregung, da er die Isolierung von positiven Patienten und die Sinnhaftigkeit der Corona-Impfung in Frage stellt. Der Arzt aus Gonderingen, der sich selbst als «Whistleblower» bezeichnet, hat gegen seine einjährige Suspendierung, weil er gegen rund zehn Artikel des Ethikkodex verstoßen hatte, Berufung eingelegt.

Kein Einzelfall im Großherzogtum. «Er ist der erste, der den Mund aufgemacht hat, er ist nicht der einzige, der so denkt», versichert sein Anwalt Christian Bock. In Luxemburg sind derzeit drei ähnliche Fälle bekannt. Eine Disziplinaruntersuchung laufe gerade vor dem Collège Médical und zwei weitere Fälle «befinden sich in der Untersuchungsphase», so die Ärztekammer. Der erste Fall betrifft einen Facharzt, der «gegenüber einem Patienten die Existenz von Covid vollständig geleugnet» hatte. Der noch praktizierende Arzt habe dem Patienten, der damals mit einer Dosis geimpft worden sei, erklärt, er solle die Impfung abbrechen, da er «viele Krankheiten bekommen und unfruchtbar werden» würde. Diese Äußerungen führten zu einer Beschwerde des Patienten. Die Untersuchung laufe derzeit noch, so die Ärztekammer.

In den beiden anderen Fällen sei Patienten empfohlen worden, die Maske in der Praxis abzulegen oder man habe ihnen von der Impfung abgeraten, so die Ärztekammer. Einer der Ärzte soll inzwischen zurückgerudert sein, aber der Fall bleibt offen. Ein Disziplinarrat entscheidet je nach Schwere der Situation über die Art der Sanktionen. Sie können von einer Verwarnung bis zu einem lebenslangen Verbot der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit reichen.

(Marine Meunier/nm/L'essentiel)

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