Großbritannien: Dreifache Mutter stirbt während Kaltwasser-Therapie
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GroßbritannienDreifache Mutter stirbt während Kaltwasser-Therapie

Eine 39-jährige Frau kollabiert, als sie sich an das kalte Wasser in einem Fluss gewöhnen wollte. Jegliche Reanimationsversuche blieben erfolglos. Es sei der erste solche Vorfall im Rahmen dieser Therapie, so der Veranstalter.

von
Florian Osterwalder
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In solchen Pots, gefüllt mit eiskaltem Wasser und im angrenzenden Fluss, finden die Therapien statt.

In solchen Pots, gefüllt mit eiskaltem Wasser und im angrenzenden Fluss, finden die Therapien statt.

Instagram/Breatheolution 
Kevin O'Neill, der die Therapien durchführt, sagt zum Vorfall: «Ich habe in zwei Jahren 1100 Menschen ins Wasser gebracht und so etwas ist noch nie passiert.» Der Veranstalter leitete sofort lebensrettende Maßnahmen ein und versuchte die Frau zu reanimieren, sie verstarb jedoch später im Krankenhaus

Kevin O'Neill, der die Therapien durchführt, sagt zum Vorfall: «Ich habe in zwei Jahren 1100 Menschen ins Wasser gebracht und so etwas ist noch nie passiert.» Der Veranstalter leitete sofort lebensrettende Maßnahmen ein und versuchte die Frau zu reanimieren, sie verstarb jedoch später im Krankenhaus

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Die Therapie ist auch bei Promis äußerst beliebt. Hier im Bild Chris Smalling, ehemaliger Verteidiger von Manchester United.

Die Therapie ist auch bei Promis äußerst beliebt. Hier im Bild Chris Smalling, ehemaliger Verteidiger von Manchester United.

Instagram/Breatheolution 

Am Montag ist eine 39-jährige Dreifachmutter bei einer Kaltwasser-Therapie ums Leben gekommen. Die Frau nahm mit einer Kollegin an einem Camp in Buxworth, Derbyshire in Großbritannien teil. Geleitet wurde die Therapie vom Therapeuten Kevin O’Neill, der laut eigenen Aussagen schon über 1100 Menschen im kalten Wasser begleitet hat.

Wie die «Daily Mail» berichtet, ging die Frau ins Wasser, um sich an die kalten Temperaturen des Flusses zu gewöhnen. Dabei brach sie kurze Zeit später zusammen. Camp-Leiter O’Neill half ihr aus dem Wasser und führte sofort Wiederbelebungsmaßnahmen in Form einer Herz-Lungen-Massage durch. Ein Rettungshubschrauber brachte die 39-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie ihren Verletzungen erlag.

Beliebtes Camp bei englischen Promis

Das Camp ist in Großbritannien äußerst beliebt, unter anderem auch bei Promis wie Coleen Rooney, Ehefrau von Wayne Rooney, Ex-Fußballer bei Manchester United und mittlerweile Trainer von Derby County in der zweithöchsten englischen Liga. Zu den anderen Prominenten, die das Camp besuchten, gehören der Schauspieler Stephen Graham und der ehemalige Fußballspieler von Manchester United, Chris Smalling.

Gegenüber der «Sun» sagte O’Neill: «Ich bin untröstlich. Ich habe nicht geschlafen und es fällt mir schwer, das zu verarbeiten. Ich kann nicht aufhören, an ihre Familie zu denken. Es ist tragisch.» Weiter sagte O’Neill, dass er die Mutter, die «lachte», bevor sie zusammenbrach, aus dem Fluss trug und den Versuch startete, sie wiederzubeleben.

«Der Körper macht in kaltem Wasser eine Menge durch»

«Ich habe in zwei Jahren über 1100 Personen bei der Therapie begleitet und es ist noch nie so etwas passiert.» Die Teilnehmer müssen eine Verzichtserklärung unterschreiben, zudem werden sie zu ihrer Krankengeschichten und über die Einnahme von Medikamenten befragt.

O’Neill warnte letztes Jahr noch vor einer Kaltwasser-Therapie und sagte: «Wenn man seinen ganzen Körper in kaltes Wasser taucht, macht er eine Menge physiologischer und chemischer Veränderungen durch. Man kann schnell in Schwierigkeiten geraten.» Eine Sprecherin der Polizei von Derbyshire sagte: «Mehrere Beamte waren vor Ort. Sanitäter brachten die 39-jährige Frau ins Krankenhaus, wo sie später für tot erklärt wurde.»

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