Luxemburg: Dreister Dieb klaut Spenden für Tiere

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LuxemburgDreister Dieb klaut Spenden für Tiere

ESCH/ALZETTE – Im Tabakgeschäft «Prince Henri» ist eine Spendendose gestohlen worden, deren Inhalt an das Düdelinger Tierheim gehen sollte. Der Inhaber des Geschäfts bezeichnet die Tat als «ekelhaft».

von
Mathieu Vacon
David Tellier zeigt auf den Platz, wo die Spardose immer gestanden hatte.

David Tellier zeigt auf den Platz, wo die Spardose immer gestanden hatte.

Vincent Lescaut/L'essentiel

David Tellier führt den Tabakladen «Prince Henri» in Esch/Alzette und wurde nicht nur schon häufig bestohlen, sondern hat auch schon zwei bewaffnete Überfälle innerhalb eines Monats miterleben müssen. Eine Tat, die sich Ende Mai in seinem Geschäft abgespielt hat, findet er aber besonders abstoßend: Eine Spardose, in der er Spenden seiner Kunden für das Düdelinger Tierheim sammelte, wurde gestohlen. «Ich finde das einfach nur ekelhaft. Viele Kunden haben dort ihr Wechselgeld hineingesteckt und wir haben am Ende des Tages auch oft etwas dazugetan», sagt Tellier.

Zum Zeitpunkt des Diebstahls räumte seine Frau Sonia gerade den Laden auf, als ein Mann durch die Tür kam und hinter ihrem Rücken die Spardose in Sekundenschnelle entwendete. Eine Überwachungskamera zeichnete die Szene auf. «Wir haben bei der Polizei Anzeige erstattet und das Video natürlich vorgelegt», erklärt Tellier.

Die Inhaber des «Prince Henri» schätzen, dass etwa 200 Euro in der Dose waren. Diesen Betrag wollen sie nun aus eigener Tasche spenden. «Unsere Kunden haben uns schließlich ihr Geld anvertraut und wir wollen, dass das Geld auch im Tierheim ankommt, sagt der Tabakhändler. Er und seine Frau wollen nun eine neue Dose aufstellen, aber so, dass sie nicht so einfach gestohlen werden kann.

Video kursiert in den sozialen Netzwerken

Aus Wut über das seiner Meinung nach unsichere Klima in der Gegend hat der Ladenbesitzer das Video des Diebstahls, auf dem die Person eindeutig zu identifizieren ist, in sozialen Netzwerken veröffentlicht. David Tellier erklärte: «Wir wollen damit andere Ladenbesitzer warnen und andere Diebe abschrecken. Eine Initiative, die «gegen die Datenschutzverordnung (DSGVO) und das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre verstößt», warnt die Nationale Kommission für Datenschutz (CNPD) auf Anfrage von L'essentiel.

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