Nächster Todesfall: Dritter toter Journalist an WM in Katar – Fifa legt Kondolenzbücher aus

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Nächster TodesfallDritter toter Journalist an WM in Katar – Fifa legt Kondolenzbücher aus

Die Nachricht über den Tod der beiden Medienschaffenden Grant Wahl und Khalid al-Misslam in Katar ging um die Welt. Das tragische Schicksal teilte mit ihnen Roger Pearce.

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Roger Pearce ist im Rahmen der Weltmeisterschaft in Katar verstorben.

Roger Pearce ist im Rahmen der Weltmeisterschaft in Katar verstorben.

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Der Programmdirektor des britischen Senders ITV sei am 21. November ums Leben gekommen, heißt es.

Der Programmdirektor des britischen Senders ITV sei am 21. November ums Leben gekommen, heißt es.

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Am 9. November kursierte die Nachricht des Todes des US-amerikanischen Journalisten Grant Wahl.

Am 9. November kursierte die Nachricht des Todes des US-amerikanischen Journalisten Grant Wahl.

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Bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar wurde der Tod eines dritten Journalisten bekannt gegeben. Es handelt sich um den 65-jährigen Briten Roger Pearce, den technischen Direktor von ITV Sport, der sich so mit seinem tragischen Schicksal zu Grant Wahl und dem katarischen Fotojournalisten Khalid al-Misslam gesellt. Sein Tod trat offenbar bereits am 21. November ein und wurde in der ITV-Sendung vor dem Spiel Wales-USA bekannt gegeben. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt. ITV hatte bloß vermeldet, dass Pearce in seinem Hotel einem plötzlichen Tod über Nacht erlag.

«Wir haben eine sehr traurige Nachricht von hier aus Katar zu verkünden», eröffnete Moderator Mark Pougatch die traurige Mitteilung. «Unser technischer Direktor Roger Pearce, der bei seiner achten Weltmeisterschaft hier war, ist leider verstorben. Roger war eine hoch angesehene Persönlichkeit in der Sportbranche. Für ITV war er maßgeblich an der Berichterstattung der Rugby-Weltmeisterschaften, der Fußball-Weltmeisterschaften und der Europameisterschaften beteiligt», so sein Kollege.

Kondolenzbücher für tote Journalisten

Die Nachricht macht wohl erst jetzt die Runde, weil das Vorkommnis nach zwei weiteren Todesfällen auf katarischem Boden an Aktualität gewonnen hat. Zuletzt legte die Fifa den anwesenden Medienvertretern in jedem WM-Stadion Kondolenzbücher aus, sodass sie ihre verstorbenen Kollegen die letzte Ehre erweisen können. «Die Gedanken in dieser schweren Zeit sind bei den Familien und Freunden der Verstorbenen», so der Fifa-Medienchef Bryan Swanson auf Twitter.

Der Leichnam des US-amerikanischen Sportjournalisten Grant Wahl ist am Montag in die Vereinigten Staaten überführt worden. «Wir können bestätigen, dass heute Morgen die sterblichen Überreste und die Habseligkeiten von Grant Wahl in die Vereinigten Staaten überführt wurden», sagte der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price (40), auf einer Pressekonferenz.

Auf Wunsch der Familie wurde der Leichnam des Journalisten zur Autopsie in ein medizinisches Zentrum in New York überführt. Der Sprecher der US-Diplomatie sagte, der Leichnam zeige keine Anzeichen eines gewaltsamen Todes und versicherte, die Zusammenarbeit mit den katarischen Behörden sei «ausgezeichnet». Die genaue Todesursache ist derzeit noch nicht bekannt.

(sih)

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