Spanisches Königshaus: Drogen, illegale Party – Neffe von König Felipe bei Bordell-Razzia entdeckt

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Spanisches KönigshausDrogen, illegale Party – Neffe von König Felipe bei Bordell-Razzia entdeckt

Die Polizei von Madrid stürmte am Sonntagmorgen einen Club, in dem eine illegale Party stattfand. Froilán de Marichalar y Borbón, Neffe von König Felipe, war gerade dort zu Gast.

 Karin Leuthold
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Karin Leuthold
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Felipe Juan Froilán de Todos los Santos de Marichalar y Borbón, so sein kompletter Name, wurde am Morgen des 5. Februar 2023 bei einer Razzia in einem Nachtclub in Madrid beim Feiern entdeckt.

Felipe Juan Froilán de Todos los Santos de Marichalar y Borbón, so sein kompletter Name, wurde am Morgen des 5. Februar 2023 bei einer Razzia in einem Nachtclub in Madrid beim Feiern entdeckt.

imago images/Manuel Cedron
Der Royal feierte in einem VIP-Abteil des Clubs, der unter der Woche als Bordell fungiert. (Im Bild: Eine Aufnahme von November 2021, als das leere Lokal noch zur Miete stand.)

Der Royal feierte in einem VIP-Abteil des Clubs, der unter der Woche als Bordell fungiert. (Im Bild: Eine Aufnahme von November 2021, als das leere Lokal noch zur Miete stand.)

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Der 24-Jährige ist der Sohn von Infanta Elena (rechts mit Hut), der ältesten Schwester von Felipe VI.

Der 24-Jährige ist der Sohn von Infanta Elena (rechts mit Hut), der ältesten Schwester von Felipe VI.

IMAGO/ZUMA Wire

Schon wieder Ärger bei den spanischen Royals – und schon wieder steht der Neffe von König Felipe im Mittelpunkt. Diesmal wurde Felipe Juan Froilán de Marichalar y Borbón, der Sohn von Infanta Elena, während einer Razzia in einem Madrider Nachtclub entdeckt.

Am Sonntag gegen neun Uhr stürmte die Madrider Polizei das Etablissement «Clandestinno», nachdem mehrere Nachbarn sich über den Lärm und das ständige Kommen und Gehen von Menschen in den Morgenstunden beschwert hatten. Als die Beamten das Lokal betraten, stellten sich als Erstes fest, dass sich, statt der erlaubten 99 Personen, 229 Partywütige im Club aufhielten. Die Aftershow-Party, die in dem Moment im «Clandestinno» stattfand, soll zudem illegal gewesen sein, wie die spanische Zeitung «El Mundo» berichtet. 

Rechtsextreme, Dealer und Froilán

Bei der Identitätskontrolle der Gäste stellte die Polizei fest, dass sich im Club Minderjährige, bekannte Gesichter aus der rechtsextremen Szene, Geschäftsleute, Fußballspieler der ersten Liga, sowie Drogendealer aufhielten. Die Behörden stellten zudem Kokain und ein Messer, das ein junger Mann bei sich trug, sicher.

Wie «El Mundo» weiter schreibt, funktioniert das Etablissement freitags- und samstagsabends als Swingerclub unter dem Namen «Sublime liberal club». Den Rest der Woche ist es ein Bordell namens «Wet», das legal mit einer Sauna-Lizenz arbeitet. Oft finden dort exklusive Partys statt, zu denen man nur mit Einladung Zugang hat. 

Das Lokal verfügt über vier VIP-Abteile mit Whirlpool, Betten und Duschen. Die VIP-Räume für bis zu zehn Personen können ab 1000 Euro gebucht werden, darin stehen Bongs und Champagnerflaschen. Zimmer mit nur einer Dusche kosten 800 Euro, andere einfache Zimmer 600 Euro. Stehtische für sechs Personen können ebenfalls gemietet werden: Für 300 Euro ist der Sekt inklusive.

Immer wieder Ärger mit der Polizei

Die Anwohner und Anwohnerinnen des «Clandestinno» alarmieren immer wieder die Polizei, weil etwa die Musik zu laut ist, oder weil sie während der After-Partys an Sonntagen zwischen fünf und 13 Uhr Jugendliche vor dem Lokal beobachten, die ungehemmt Kokain konsumieren, Bongs rauchen oder an den Mauern urinieren.

Froilán de Marichalar y Borbón feierte letzten Sonntag in der Früh beim Eintreffen der Polizei mit einer Gruppe Freunden in einem der VIP-Abteile. Für den spanischen Royal war das allerdings nicht der erste Konflikt mit den Behörden: Im vergangenen Juli feierte der 24-Jährige im Nobelclub «Opium Beach Club» in Marbella, als plötzlich ein Gast eine Schusswaffe zog und mindestens fünf Menschen verletzte. Bei einem weiteren Vorfall im letzten November war der Neffe des spanischen Königs in eine Messerstecherei vor einem Nachtclub im Madrider Stadtteil Salamanca verwickelt. Er musste mit einer Schnittverletzung am Arm ins Krankenhaus gebracht werden.

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