Streife im Bahnhofsviertel – «Drogen und Prostitution sind unser Alltag»

Publiziert

Streife im Bahnhofsviertel«Drogen und Prostitution sind unser Alltag»

LUXEMBURG – Das Bahnhofsviertel bestimmt die tägliche Arbeit von Gilles und seinen Kollegen. «L’essentiel Online» hat die Polizisten eine Nacht lang begleitet.

Wer denkt, ein Polizist in Luxemburg sei ein Beamter, der 365 Tage lang Strafzettel verteilt und Temposünder jagt, hat noch keine Nacht auf der Wache im Bahnhofsviertel verbracht. «60 bis 70 Prozent unserer nächtlichen Einsätze zwischen 21 Uhr und sechs Uhr morgens haben mit sozialen Gegebenheiten zu tun», erklärt Gilles, einer der 1 850 Polizisten des Landes. Zusammen mit drei anderen Kollegen gehört er zur Nachtstreife. «Unser Alltag sind Prostituierte, Drogen, familiäre Gewalt oder Probleme nach der Schließstunde der Bars und Diskos», sagt Gilles.

Im Bahnhofsviertel ist der Alltag nicht mit dem in ruhigen Wohnvierteln zu vergleichen: «Seit ich hier arbeite, wurde ich schon angespuckt, von einem 16-Jährigen ins Gesicht geschlagen und von einer Prostituierten gebissen», erzählt Mike, der seit fünf Monaten rund um den Bahnhof im Einsatz ist. «Trotzdem werde ich nicht um Versetzung bitten. In unserem Gebiet ist die Arbeit eine echte Herausforderung.» Nicht nur herausfordernd, sondern auch abwechslungsreich ist eine Nacht in der Bahnhofswache und auf Streife. Wie sie abläuft, zeigt die Bildstrecke.

L'essentiel Online mit Jean-Michel Hennebert

Eine ausführliche Reportage über eine Nacht auf Streife im Bahnhofsviertel lesen Sie auf unserer französischsprachigen Internetseite.

Deine Meinung