Zu lange zu feucht – Droht uns jetzt eine Mückenplage in Europa?
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Zu lange zu feuchtDroht uns jetzt eine Mückenplage in Europa?

Wegen der vielen Niederschläge fühlt sich die Mücke in diesem Frühling besonders wohl. In einzelnen Gebieten hat die Plage bereits begonnen.

Bald ist wohl Kratzen angesagt.

Bald ist wohl Kratzen angesagt.

DPA

Der Mai war in diesem Jahr bisher deutlich zu nass, und auch im Juni fiel bisher viel Regen. Immer wieder warnen die Behörden vor Hochwasser – für die Aedes vexans, auch Überschwemmungsmücken genannt, eine ideale Wohlfühlatmosphäre.

Deshalb musste man bereits eingreifen, wie Mückenexperte Peter Lüthy sagt: «Vor einer Woche haben wir rund 40 Hektaren am in der Schweiz behandelt. Das ging gut, wir konnten praktisch alle Mückenlarven abtöten.» Dafür wurde ein biologisches Mittel verwendet.

Eine Mücke kann 10 Kilometer weit fliegen

Trotzdem würden die Stechmücken in diesem Jahr zu Plagegeistern, warnt Lüthy. Eine deutliche Belästigung erwartet er in Fluss- und Seegebieten. «Das stehende Wasser enthält dort eine hohe Anzahl Larven. Ab nächster Woche bis in den Juli wird es dort wahrscheinlich eine Plage geben.»

Ab der zweiten Junihälfte dürfte sich zudem auch die Tigermücke bemerkbar machen. Laut Lüthy kann derzeit noch nicht gesagt werden, wie stark diese auftreten wird. Der Höhepunkt der Belästigung liege bei der tagaktiven Tigermücke im August. Gerade wegen des Zika-Virus, das sie übertragen kann, ist vermehrt Vorsicht geboten. Um die Ausbreitung von Mücken aller Art zu hemmen, empfiehlt Lüthy, Gefäße, in denen sich Wasser sammeln kann, zu entfernen.

Wer trotz der Mückenplage nicht auf das abendliche Beisammensein im Garten oder auf dem Balkon verzichten will, kann sich mit Räucherspiralen schützen. Von Insektiziden rät Lüthy ab, da sie auch Bienen töten können. Auch Mückensprays seien effektiv, bei Kindern jedoch nicht zu empfehlen.

(L'essentiel/vro)

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