Stonehenge – Druiden feiern die Sonnenwende
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StonehengeDruiden feiern die Sonnenwende

Wechsel der Jahreszeit: Tausende Sonnenanbeter kamen in der Kultstätte im Süden Englands zusammen, um gemeinsam den Sommeranfang zu feiern.

23.000 Menschen haben in der Nacht auf Sonntag an der Kultstätte Stonehenge im Süden Englands die Sommersonnenwende beobachtet. Die Menge, darunter Druiden und Sonnenanbeter, begrüßte mit dem Sonnenaufgang um 04.52 Uhr (Ortszeit, 05.52 Uhr MESZ) den längsten Tag des Jahres. Die Polizei nahm neun Menschen fest, die meisten wegen Drogendelikten, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Feiern, unter anderem mit Trommeln und Akkordeonen begleitet, seien ein «großer Erfolg» gewesen und hätten in «positiver, freundschaftlicher Atmosphäre» stattgefunden, erklärte die Polizei weiter. Im vergangenen Jahr hatten noch 36.000 Menschen in Stonehenge in der Nähe von Salisbury (Grafschaft Wiltshire) die Sommersonnenwende gefeiert.

Rätselhafte Steine

Historiker vermuten, dass der rätselhafte Steinkreis von Stonehenge irgendwann zwischen 3000 und 1600 vor Christus errichtet wurde. Die Megalith-Steine geben den Forschern seit Jahrhunderten Rätsel auf. Die gängigste Theorie für ihre Entstehung lautet, dass Menschen schon in der damaligen Zeit den astronomischen Kalender verstanden hätten. Die Steine von Stonehenge wurden demnach auf die Sonnenwende ausgerichtet.

1986 wurde die Stätte in die Welterbeliste der Uno-Kulturorganisation Unesco aufgenommen. Der keltische Kult der Druiden ist in Großbritannien seit 2010 als «alte heidnische Religion» offiziell anerkannt.

(L'essentiel/fal/afp)

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