Fiese Schadsoftware – «Du musst uns zehn Nacktfotos schicken»

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Fiese Schadsoftware«Du musst uns zehn Nacktfotos schicken»

Eine erpresserische Schadsoftware macht im Netz die Runde. Statt Lösegeld fordern die Kriminellen Nacktfotos von ihren Opfern.

Ransomware wird in der Regel von Cyber-Kriminellen eingesetzt, um an Geld zu kommen. Nur wenn Betroffene ein Lösegeld an die Absender bezahlen, sollen sie ihre verschlüsselten Daten wieder zurückerhalten. Anders bei der Schadsoftware nRansom: Statt Geld wollen die Absender nackte Haut sehen. Und das in zehnfacher Ausführung.

Bei nRansom grüsst Thomas, eine kleine Zeichentrick-Lokomotive mit einem dicken «Fuck You!!!». Dazu heißt es: «Ihr Computer wurde blockiert.» Die zuvor verschlüsselten Daten würden sich nur noch mit einem speziellen Code dechiffrieren lassen. Um an diesen zu gelangen, müsse man mindestens zehn Nacktfotos von sich an die angegebene E-Mail-Adresse senden.

Nicht auf Forderungen eingehen

«Nachdem wir dich verifiziert haben, kriegt du den Code», versprechen die Übeltäter. Was mit den Nacktbildern dann geschieht? Sie werden laut den Kriminellen im Darknet weiterverkauft.

Auf die schädliche Software geStoßen ist das Team von Malware Hunter, einem Antiviren-Software-Hersteller. Laut den Experten sind nur Windows-Systeme in Gefahr. Sei man betroffen, solle man den Forderungen keinesfalls nachkommen.

(L'essentiel/hau)

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