Fürchterliche Fratzen – Düstere Clowns verbreiten Angst und Schrecken

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Fürchterliche FratzenDüstere Clowns verbreiten Angst und Schrecken

Nach einer ersten Sichtung in Wisconsin tauchen nächtliche Gruselmasken auch anderswo in den USA auf. Die Polizei warnt vor Nachahmungsclowns.

Lustig sind sie gar nicht, die grinsenden Fratzen von Clowns im fahlen Licht von Straßenlaternen. Vielleicht gerade deshalb werden sie in den USA immer häufiger gesichtet, fotografiert und auf sozialen Netzwerken diskutiert.

Am Anfang gab es nur den Clown in Green Bay, Wisconsin, der ab Anfang August seine nächtlichen Runden drehte. Doch jetzt tauchen die furchterregenden Scherzbolde auch in anderen US-Bundesstaaten auf. Wie Heatstreet.com zusammenfasst, versetzen weiß angemalte oder maskierte Gesichter mit verzerrten Mäulern und roten Knollennasen Menschen in Florida, Virginia, West Virginia und Colorado in Angst und Schrecken.

Immer wieder Clowns an Straßenrändern

In Palm Bay, Florida, sind Bevölkerung und Behörden nervös, seit eine Anwohnerin beim Gassigehen mit ihrem Hund über die Straße von zwei creepy Clowns angestarrt wurde. Im Marion County filmte Caden Munro Parmelee einen Clown, der still am Rand einer befahrenen Straße stand:

Im Henrico County von Virginia schossen eine Mutter und eine Tochter das Bild eines Clowns, der seinen weiß behandschuhten Finger frech aus dem Seitenfenster eines Autos streckt. Der Clown sieht ganz ähnlich aus wie jener auf einem Twitter-Video von Jessica Falls aus Waynesboro. Sie hielt fest, wie der mit einer knallroten Perücke verkleidete Narr sie anstarrte und die Hände bedrohlich wackelnd in die Höhe hob:

Sichtungen von Clowns wurden auch an einem Waldrand im Augusta County vermeldet. Als ärgerlich wird ein Facebook-Posting aus Greeley, Colorado, eingeschätzt. In diesem wird mit einer Schießerei in der Halloween-Nacht gedroht und behauptet, Clowns hätten vor, zwei Schulen in der Nähe anzugreifen. Die Polizei betrachte den Eintrag zwar als nervenzermürbend, aber nicht als glaubhaft, schreibt Heatstreet.

Mann in Clownmaske verhaftet

Im Bezirk Cumberland von Maryland zieht ein Clown-Club Konsequenzen aus der Clowneske. Die «Clown Unit» des Ali Ghan Shrine hat ihre Teilnahme an einem in der Stadt Hagerstown geplanten Parade abgesagt. Die als Clowns verkleideten Männer wollen angesichts der Umstände dieses Jahr nicht auf der Hauptstraße marschieren.

In Paw Paw, West Virginia, versucht Polizeichef James Cummings proaktiv gegen Clowns vorzugehen. Wie die «Cumberland Times-News» schreibt, droht er möglichen Clowns nicht nur mit der Festnahme. Mit einem Plakat kündigte Cummings an, er werde gegenüber Bürgern Milde walten lassen, die gegen die Clowns handgreiflich werden: «Wenn du in einem Clownkostüm herumläufst, solltest du erwarten, von Bürgern verprügelt und dann von der Polizei verhaftet zu werden.»

Die Angst vor Clowns in Cumberland scheint zumindest nicht völlig unbegründet. Die Polizei verhaftete am Wochenende einen Mann, der eine Clownmaske trug, weil er Steine von einer Brücke auf die darunter hindurchführende Straße geworfen haben soll, wie die «Times-News» berichtete.

Ähnlich argumentiert die Staatsanwaltschaft im Weld County von Colorado. «Clown-Drohungen sind nichts zum Lachen», heißt es in einem Tweet:

Mit böser Absicht einen Clown darzustellen, sei ein Verbrechen, sagen die Behörden.

(L'essentiel/sut)

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