Luxemburgischer Influencer: Dylan Thiry wird des bandenmäßigen Betrugs beschuldigt

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Luxemburgischer InfluencerDylan Thiry wird des bandenmäßigen Betrugs beschuldigt

DUBAI/LUXEMBURG – Gegen Dylan Thiry sollen fünf Anzeigen eingereicht worden sein. Der luxemburgische Influencer selbst sagt, dass diese unbegründet seien.

von
Marion Chevrier
Cedric Botzung
Dylan Thiry gibt an, immer transparent gewesen zu sein.

Dylan Thiry gibt an, immer transparent gewesen zu sein.

DR

Sie wurden Opfer von Influencern, haben Geld verloren und sind entschlossen, die Sache vor Gericht zu bringen: Rund 100 Personen, die sich im «Collectif d'Aide aux Victimes d'Influenceurs» (AVI) zusammengeschlossen haben, haben bei der Pariser Staatsanwaltschaft Klage wegen bandenmäßigen Betrugs und Vertrauensmissbrauchs eingereicht. Zu den Beschuldigten gehört das Influencer-Paar Marc und Nadé Blata – und der Luxemburger Dylan Thiry.

Dieser hatte im Senegal geholfen und über seinen Verein «Pour nos enfants» 84 Tage in Madagaskar verbracht. «Allerdings wurden die Spendenaufrufe geschlossen, ohne dass man wusste, was mit dem Geld passiert ist», erklärt ein Mitglied des Kollektivs. Schlimmer noch: «Es wurden sogar Sammlungen gestartet, obwohl der Verein aufgelöst worden war.» Dies soll im November 2022 der Fall gewesen sein. «Was geschieht mit den gesammelten Geldern, die an den Organisator Dylan Thiry geschickt wurden? Werden die Spender benachrichtigt oder erhalten sie ihr Geld zurück?», fragt das Mitglied weiter.

«Sie kritisieren die Influencer, um Aufmerksamkeit zu bekommen»

«Diese Anzeigen wurden nicht einmal eingereicht, das ist alles nur heiße Luft», dementiert Dylan Thiry, den wir in Dubai kontaktiert haben. «Es wird keine Folgemaßnahmen geben, wie bei der ‹Affäre Moundir›». Er sieht andere Ziele bei den Klägern: «Hinter diesem Kollektiv stehen gelangweilte Menschen, Sozialfälle. Sie kritisieren die Influencer, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Blogger zu werden», fährt er fort.

Dylan sagt, dass er nichts zu verbergen habe. «Ich war immer transparent. Ich habe den Betrag des Spendentopfes angegeben. Das hätte ich nicht getan, wenn ich Geld hätte abzweigen wollen.» Auch seine persönlichen Ausgaben, 50.000 Euro in drei Monaten, habe er offengelegt. Bei jeder Rückkehr hagele es Angriffe. «Wenn ich vor Ort bin, kritisiert niemand, aber sobald ich zurückkomme, ist es die gleiche Geschichte», fügt er hinzu.

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