Revolution? – Ecclestone plant eine neue Formel 1

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Revolution?Ecclestone plant eine neue Formel 1

Bernie Ecclestones Vision einer Formel 1 ohne FIA wird angesichts der andauernden Kritik am aktuellen Format konkreter. Seine Zugpferde: Ferrari und Red Bull.

So wie sie ist, will Bernie Ecclestone die Formel 1 nicht haben. «Sprit Sparen und der ganze Mist – das ist inakzeptabel für die Fans» sagte der Brite. Rückendeckung kriegt der 83-Jährige von zwei schwer- und einflussreichen Figuren im Zirkus: Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz und Ferrari-Boss Luca di Montezemolo.

Am Rande des GP von Bahrain trafen sie sich mit FIA-Präsident Jean Todt, um kurzfristige «Rettungsmaßnahmen» wie höhere Benzinmengen oder eine Rückkehr zu den alten V8-Triebwerken zu diskutieren. Also weg vom modernen, vom Automobil-Weltverband neu eingeschlagenen, «grünen» Weg. Daran hat Todt allerdings kein Interesse.

Rennserie soll GP1 heissen

Schon länger hat Ecclestone einen Plan B in petto: die Formel 1 von der FIA loseisen. GP1 soll die Rennserie heissen. Bereits 2005 beantragte Ecclestone die Vermarktungsrechte, 2009 war bereits von einer Abspaltung die Rede. Heute stehen Ecclestones Chancen besser, denn er hat sich die richtigen Befürworter ins Boot geholt – ohne Teams macht das Ganze wenig Sinn.

Mit Red Bull und Ferrari plant er die Mehrheit der Anteile am Rennzirkus zu kaufen. Größter Anteilseigner ist der Finanzinvestor CVC Capitals, der sich offenbar von seinen 35 Prozent trennen will. Gemäss «auto motor und sport» warten Ecclestone und seine potenziellen Partner, bis der Preis stimmt.

(L'essentiel/als)

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