Betreiberfirma: EDF entdeckt Anzeichen für mögliche Korrosion am AKW Cattenom

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BetreiberfirmaEDF entdeckt Anzeichen für mögliche Korrosion am AKW Cattenom

CATTENOM – Wegen des Verdachts auf Mängel im Hilfsleitungssystem hat die EDF Reaktor 3 des Kernkraftwerks in Cattenom am 26. März abgeschaltet. Die Untersuchungen dauern bis voraussichtlich 14. August.

Das AKW Cattenom.

Das AKW Cattenom.

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Der Betreiber des Atomkraftwerks in Cattenom, Électricité de France (EDF), hat Reaktor 3 des Atomkraftwerks am 26. März abgeschaltet. Grund hierfür war, dass auf Teilen der Rohrleitungen von Hilfskreisläufen des Hauptprimärkreislaufs mehrerer Kernreaktoren «Hinweise entdeckt wurden, die zu Spannungskorrosionen führen könnten», wie die EDF auf ihrer Website mitteilt. «Die Untersuchungen werden fortgesetzt, um die Art und den Ursprung dieser Hinweise zu charakterisieren, da weitere Defekte an den Reaktoren auftreten können», so der Konzern.

Die ursprünglich für fünf Wochen geplante Abschaltung des Reaktorblocks wurde nun bis zum 14. August verlängert. Nach der Meldung von Montelnews.com über die Entdeckung von Korrosionsrissen forderten Luxemburgs Umweltministerin Carole Dieschbourg und Energieminister Claude Turmes Erklärungen. Die Minister möchten wissen, ob es sich um einen Materialfehler oder einen Konstruktionsfehler handelt und welche Konsequenzen sich daraus für die anderen Reaktoren am Standort Cattenom ergeben, das nur etwa zehn Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt liegt.

(mme/L'essentiel)

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