Zwischen 2009 und 2013 – EIB investiert eine Milliarde in Luxemburg

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Zwischen 2009 und 2013EIB investiert eine Milliarde in Luxemburg

LUXEMBURG - Mit mehr als einer Milliarde Euro hat die Europäische Investitionsbank seit 2009 Projekte in Luxemburg unterstützt. Insgesamt wird laut EIB-Chef Hoyer zu wenig investiert.

Europa «verliert an Boden», wenn nicht mehr investiert wird, warnt EIB-Chef Werner Hoyer.

Europa «verliert an Boden», wenn nicht mehr investiert wird, warnt EIB-Chef Werner Hoyer.

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Der Ausbau der CFL-Ausstattung und die Renovierung der EU-Gebäude auf dem Kirchberg: Diese beiden Großprojekte in Luxemburg sind in den vergangenen Jahren mit Hilfe der Europäischen Investmentbank (EIB) finanziert worden. Doch allgemein «ist die Beteiligung der EIB in den vergangenen Jahren von den Akteuren in Luxemburg kaum in Anspruch genommen worden», hieß es am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanz 2013.

Die EIB plant, sich weiter einzubringen, um große Infrastrukturprojekte in Luxemburg zu stemmen», erklärte der EIB-Präsident Werner Hoyer. «Die Gespräche haben mit Jean-Claude Juncker (dem ehemaligen Premierminister) begonnen und werden mit Xavier Bettel (dem aktuellen Premierminister) und Pierre Gramegna (Finanzminister) weitergeführt», versicherte Hoyer.

Mehr als eine Milliarde Euro in Luxemburg

Finanzierungen von mehr als einer Milliarde Euro hat die EIB zwischen 2009 und 2013 ermöglicht. Diese liefen über individuelle Kredite, Kredite für mittelständische Unternehmen und Unterstützung für Investmentfonds. In diesem Rahmen hat die EIB 2013 insgesamt 22,67 Millionen Euro (100 Millionen Euro über drei Jahre) in den Fonds für Mikrofirmen («Progress Microfinance Fund») eingezahlt.

75 Millionen Euro flossen zudem in einen Fonds zur Unterstützung von Projekten nachhaltiger Energien. Diese Mittel stehen der öffentlichen Hand zur Verfügung.

Europa «verliert an Boden»

2013 hat die EIB weltweit Finanzierungen über 71,7 Milliarden Euro ermöglicht. Das entspricht einem Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 64 Milliarden davon sind innerhalb der EU geflossen (+41 Prozent). Rund 22 Milliarden Euro flossen in Form von Krediten an mittelständische Unternehmen. Für die Förderung von Arbeitsplätzen für junge Menschen flossen 9,1 Milliarden Euro.

«Die Investitionen bleiben fast überall in Europa deutlich unter Vorkrisenniveau, was das Wachstum der Mitgliedsstaaten deutlich beeinträchtigt», warnt EIB-Präsident Werner Hoyer. «Wir verlieren an Boden, denn die Länder außerhalb Europas verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit und investieren mehr als die EU vor allem in Technologien und Innovation.»

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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