Filmprojekt – Ein ägyptischer DJ hängt in Luxemburg fest

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FilmprojektEin ägyptischer DJ hängt in Luxemburg fest

LUXEMBURG – Ein junger ägyptischer DJ, der in Brüssel für eine internationale DJ-Show erwartet wird, ist im Großherzogtum gestrandet. Das ist das verrückte Szenario von «Sawah».

Skaarab (Karim Kassem) ist ein junger DJ aus Kairo und ist eigentlich auf dem Weg zu einem internationalen DJ-Wettbewerb in Brüssel. Auf dem Weg dahin strandet er im Großherzogtum. Während er versucht, einen Weg in die belgische Hauptstadt zu finden, bricht in seinem Land eine Revolution aus. Das verrückte 48-Stunden-Epos soll am 20. März offiziell starten. L'essentiel konnte den Regisseur Adolph El Assal interviewen.

L'essentiel: Wie fühlen Sie sich vor der Veröffentlichung von «Sawah»?

Adolph El Assal: Seit einigen Wochen wird der Trailer auf YouTube und vor Filmen im Kino ausgestrahlt. Hoffentlich fruchtet die Werbekampagne und die Leute kommen ab dem 20. März auch in die Kinos!

Wie kam die Idee für diesen zweiten Spielfilm zustande?

Es basiert lose auf einer persönlichen Geschichte. Meine Eltern sind Ägypter. Als sie nach Belgien in den Urlaub fahren wollten, hielten sie versehentlich in Luxemburg an und verliebten sich auf den ersten Blick. Wir kamen dorthin, als ich sechs Jahre alt war.

Sie haben also die Geschichte quasi mitgeschrieben?

Sozusagen, aber ich bin der Hauptautor des Films. Ich habe auch den Kanadier Dennis Foon und einen Verwandten, Sirvan Marogy, um Hilfe gebeten.

Der Film wurde in mehreren Sprachen gedreht.

Ja, «Sawah» ist in vier Sprachen geschrieben und gedreht. Der Film ist wie Luxemburg. Ich wollte diesen Aspekt der Mehrsprachigkeit integrieren, ein anderes Bild aufzeigen und mit den Klischees spielen. Als Dennis Foon hier ankam, war er sehr überrascht von der multikulturellen Dimension des Landes.

Wird «Sawah» von der Internationalität im Skript profitieren?

Ja, mein Ziel ist es, dass wir den Film in möglichst viele Länder bringen werden. Er ist bereits in der arabischen Welt erhältlich. Wir sind in Verhandlungen mit Filmverleihen in weiteren Ländern.

Wie setzt sich der Cast des Films zusammen?

Unsere Schauspieler kommen von überall her. Der Hauptdarsteller, der Ägypter Karim Kassem, ist in der arabischen Welt sehr bekannt. Dann sind da noch die belgischen Schauspieler Eric Kabongo und Jean-Luc Couchard («Taxi 4»). Ich habe die Rollen für sie geschrieben.

Musik ist das Herzstück des Films. Wie kam der Soundtrack zu Stande?

Der Luxemburger Céhashi komponierte die Musik. Er hatte noch nie zuvor Elektro gemacht, es war eine große Herausforderung für ihn. Er sollte auch ägyptische Musik mit einfließen lassen.

Ich bin zunächst mit der «Sawah»-Promotion beschäftigt. Aber der Filmfond hat gerade angekündigt, dass er mein nächstes Basketballprojekt «Hooped» finanzieren wird. Und es wird auch einen Kinderfilm meiner Produktionsfirma geben, der Ende des Jahres erscheinen wird.

(Cédric Botzung/L'essentiel)

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