Idee aus Los Angeles – Ein Anzug für Live-Konzerte in Corona-Zeiten

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Idee aus Los AngelesEin Anzug für Live-Konzerte in Corona-Zeiten

Liveshows gehören zu den letzten Dingen, die im Rahmen der Coronavirus-Bekämpfung wieder erlaubt werden. Ein Kreativteam aus L.A. will Abhilfe schaffen.

Zwar haben mittlerweile viele Länder ihre Lockdown-Bestimmungen gelockert, wie vor der Covid-19-Pandemie ist das Leben aber noch lange nicht. Unter anderem, weil Events wie Konzerte und Festivals nach wie vor verboten sind – zumindest in der Nicht-Autokino-Variante. Laut den düstersten Experteneinschätzungen könnte das noch bis im Herbst 2021 so bleiben.

Das in Los Angeles ansässige Kreativstudio Production Club (kümmert sich normalerweise um Bühnenshows und Liveauftritte in den Bereichen Gaming, Tech und Musik) hat nun einen Anzug vorgestellt, der es Musikfans erlauben soll, wieder Gigs zu besuchen, ohne eine Ansteckung und damit Weiterverbreitung des Coronavirus zu riskieren.

Im Interview mit NBC Los Angeles erklären die Macher: «Die Leute gehen trotz Lockdown aus. Sie feiern nach wie vor und einige missachten die Social-Distancing-Regeln. Wir wollten eine Lösung für dieses Problem finden.»

Ihren «Halbanzug» (nur die farbigen Teile gehören dazu) haben sie Micrashell getauft und er sieht aus, als würden die Protagonisten des Sci-Fi-Klassikers «Tron» gerade zu einem Rave gehen. Ausgestattet ist das stylische Piece unter anderem mit einem N95-Filter und einem Luftausstsoss-System (wird sonst wohl recht heiß unter der Kuppel) sowie Kanistern für Getränke und Vape-Flüssigkeit.

Zum Trinken und Rauchen müsste der Helm sonst ja abgenommen werden und «dann ist der Schutz dahin», wie die Macher weiter ausführen.

Wer kann sich das leisten?

Noch existiert die Micrashell erst in der Theorie und in 3-D-Animationen. Wann sie Wirklichkeit werden soll, ist nicht bekannt. Ebenso nicht, wie teuer so ein Ding sein soll. Es darf jedoch vermutet werden, dass es richtig viel kosten würde. Die Entwickler haben dafür ebenfalls einen Plan: Die Suits sollen nicht von den Fans, sondern von den Venues und Openair-Veranstaltern gekauft und gestellt werden.

Nach der Benutzung durch die Gäste sollen sie gereinigt, desinfiziert und der nächsten Person zur Verfügung gestellt werden. Doch wie sollen sich die eh schon durch ausbleibende Gigs gebeutelten Clubbetreiber und Eventorganisatoren die Anschaffung überhaupt leisten können? Dafür haben die Production-Club-Köpfe jedenfalls noch keine Lösung präsentiert.

(L'essentiel/Schimun Krausz)

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