Notenbank-Präsidenten – Ein Finanzministerium für die Euro-Zone?

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Notenbank-PräsidentenEin Finanzministerium für die Euro-Zone?

In einem Beitrag plädieren der deutsche und französische Notenbank-Präsident für ein gemeinsames Finanzministerium und eine umfassende Reform der Währungsunion.

«Diese neuen Institutionen könnten dafür sorgen, das Gleichgewicht zwischen Haftung und Kontrolle wiederherzustellen»: Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank,am G7-Gipfel in Dresden. (29. Mai 2015)

«Diese neuen Institutionen könnten dafür sorgen, das Gleichgewicht zwischen Haftung und Kontrolle wiederherzustellen»: Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank,am G7-Gipfel in Dresden. (29. Mai 2015)

Jan Woitas

Europa stehe angesichts der hohen Defizite und wirtschaftlichen Ungleichgewichte «ganz eindeutig an einem Scheideweg». In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung sprechen sich Jens Weidmann und François Villeroy de Galhau zugleich für eine umfassende Reform der Währungsunion aus. Beide plädieren dafür, dass die Euro-Länder «in erheblichem Maße Souveränität und Befugnisse auf die europäische Ebene übertragen». Eine stärkere Integration sei der naheliegende Weg, «um das Vertrauen in den Euro-Raum wiederherzustellen».

Das Gleichgewicht wiederherstellen

Konkret fordern Weidmann und Villeroy de Galhau in dem Beitrag, der einen Tag vor dem Deutsch-Französischen Wirtschafts- und Finanzministerrat in Paris erschien, die «Schaffung eines gemeinsamen Finanzministeriums für den Euro-Raum in Verbindung mit einem unabhängigen Fiskalrat sowie der Bildung eines stärkeren politischen Gremiums, das politische Entscheidungen trifft und der parlamentarischen Kontrolle unterliegt. Diese neuen Institutionen könnten dafür sorgen, das Gleichgewicht zwischen Haftung und Kontrolle wiederherzustellen.» (afo/sda)

(L'essentiel)

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