Luxemburg: Ein kranker Pilot kann durchaus den Urlaub verderben

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LuxemburgEin kranker Pilot kann durchaus den Urlaub verderben

LUXEMBURG – Fluggesellschaften kämpfen wegen krankheitsbedingter Ausfälle mit Schwierigkeiten, auch in Luxemburg. Luxair und EasyJet erläutern, was passiert, wenn ein Besatzungsmitglied ausfällt.

von
Thomas Holzer

Die Luftfahrtbranche ist eine der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen und versucht, so gut wie möglich auf die wiedererwachten Reiselust der Menschen zu reagieren. Allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Fluggesellschaften arbeiten oft unter Zeitdruck, fehlendes Personal birgt das Risiko von Verspätungen und schlimmstenfalls Annullierungen. Bitter für Reisende, die wieder in Urlaubsstimmung sind.

Die in Luxemburg tätigen Fluggesellschaften bilden hier keine Ausnahme. Luxair erklärt gegenüber L'essentiel, «zeitweise und in bestimmten Abteilungen eine recht hohe Abwesenheitsrate» zu haben. Unvorhergesehene Ereignisse, die nicht nur mit der Pandemie zusammenhingen, führten «in Ausnahmefällen zur Streichung von Flügen». Auch die Billigflieger bleiben von den Schwierigkeiten nicht verschont. EasyJet, betreibt fünf Strecken am Findel und gibt an, kürzlich «mit einem höheren Krankenstand seiner Besatzungsmitglieder als üblich» konfrontiert gewesen zu sein.

Ein normales Maß kann auffangen werden

Das stellt die Flugpläne der verschiedenen Fluggesellschaften auf eine harte Probe, wobei die zentrale Frage lautet: Wie können Flüge durchgeführt werden, wenn Piloten und Flugbegleiter krank sind? «EasyJet verfügt über genügend Besatzungen und Reservecrews, um ein normales Maß an krankheitsbedingten Fehlzeiten auffangen zu können», erklärt die Fluggesellschaft.

ARCHIV - 28.04.2021, Brandenburg, Schönefeld: Ein Passagierflugzeug der britischen Fluggesellschaft easyJet steht vor Abflug auf der südlichen Start- und Landebahn des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg BER. (Illustratin zu dpa "Großalarm am Bodensee-Airport bei Landung von Easyjet-Maschine") Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Patrick Pleul/dpa

Bei Luxair wurden ebenfalls Verfahren festgelegt, um Störungen zu vermeiden: «Wenn ein Besatzungsmitglied krank wird, muss es die Fluggesellschaft so schnell wie möglich informieren, damit ein anderes Mitglied des Personals einspringen kann», erklärt die Airline. Der Ersatzmann habe dann im Rahmen seiner Rufbereitschaft eine Stunde Zeit, um sich zum Flughafen zu begeben. Sollte niemand verfügbar sein, könne die Einsatzzentrale auch ein bereits am Flughafen anwesendes Besatzungsmitglied, das für einen späteren Flug vorgesehen ist, bitten, diese Leistung zu übernehmen, «um Verspätungen zu vermeiden».

Die Lücken werden sozusagen gestopft. Doch so könnten «die anderen Besatzungsmitglieder den Flug vorbereiten, um die Verspätung so klein wie möglich zu halten», so Luxair. Damit der lang ersehnte Urlaub nicht zu einer endlosen Reise wird.

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