In Luxemburg – Ein «richtiges rollendes Büro» zur Versteigerung

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In LuxemburgEin «richtiges rollendes Büro» zur Versteigerung

LUXEMBURG – Die Administration de l’Enregistrement et des Domaines (AED) hat ihr neues «mobiles Büro» vorgestellt, in welchem in Zukunft Auktionen abgeschlossen werden sollen.

Am Mittwochmorgen hat die Einregistrierungs-, Domänen- und Mehrwertsteuerverwaltung (AED) auf dem Gelände des Polizeihofs in Findel ihr neues «mobiles Büro» vorgestellt, welches zukünftig ausschließlich bei der Versteigerung von Fahrzeugen eingesetzt wird. Über 100 Arbeitsstunden waren nötig, um den Renault-Transporter in einen vollwertigen Arbeitsplatz zu verwandeln, wie AED-Direktor Romain Heinen stolz verkündet. Einen besonderen Dank richtet er an Finanzminister Pierre Gramegna für die Unterstützung bei der Anschaffung.

Gramegna lobt das «rollende Büro» als «gutes Beispiel für die Modernisierung» der Luxemburger Behörden. Zukünftig kann die AED bei den Auktionen auf Internet-Zugriff, die Möglichkeit für Kreditkartenzahlung und einen Drucker setzen, was den Versteigerungsprozess einfacher und übersichtlicher macht. «Transparenz ist wichtig», merkt Finanzminister Gramegna an. Sichtlich beeindruckt steigt er in das Fahrzeug, setzt sich an den integrierten Schreibtisch und lässt sich alles erklären.

Bisher wurden die Namen der Käufer nach Abgleich mit dem Ausweis notiert und der geforderte Betrag musste in bar beglichen werden. Eine Anzahlung war ebenfalls möglich. Dann musste der fehlende Betrag im Büro der AED in Esch gezahlt werden. Mit dem neuen Transporter hat man an den wechselnden Standorten der Auktionen immer ein komplettes Verkaufsbüro mit mehreren Zahlungsoptionen im Gepäck.

Beschlagnahmte oder verlassene Fahrzeuge

Nach der Vorstellung des Fahrzeugs, wartet auch gleich der erste Einsatz in Form einer Auktion. Die Halle auf dem Gelände am Findel in der Nähe der Generaldirektion der Police Grand-Ducale ist gefüllt mit 27 Fahrzeugen, die heute unter zahlreichen Interessenten versteigert werden sollen. Marc F. verkauft Gebrauchtwagen an der belgischen Grenze und kommt regelmäßig zu den Auktionen der AED: «Manchmal kann man Schnäppchen machen, aber es ist immer recht viel los.» Das neue mobile Büro findet er gut, weil es den Versteigerungsprozess «vereinfacht».

Die Versteigerungen der AED finden mehrmals im Jahr an verschiedenen Standorten im Land statt. Meistens handelt es sich bei den Fahrzeugen um beschlagnahmte oder zurückgelassene Autos, die nicht abgeholt wurden. Die Versteigerung geschieht aber erst nach einem langen Prozess, nachdem alle Möglichkeiten erschöpft sind. Auf der offiziellen Internetseite der AED können interessierte Käufer sich über zukünftige Termine informieren.

(dm/L'essentiel)

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