Für junge Geflüchtete: Ein Sommerlager, das den Krieg auf Pause stellen soll

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Für junge GeflüchteteEin Sommerlager, das den Krieg auf Pause stellen soll

LEUDELINGEN – Kinder aus der Ukraine während der Sommerferien Ablenkung zu bieten, ist das Ziel des Sommerlagers, das die ASBL LUkraine organisiert.

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Vincent Lescaut/L'essentiel

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Die Pfadfinderhütte Schwengsweed in Leudelingen hat sich in ein Ferienzentrum verwandelt. Bis Ende August werden hier Kinder aus der Ukraine für das von der Organisation LUkraine organisierte «Super U Camp» aufgenommen. Jeden Tag gibt es ein Programm zu verschiedenen Themen: Sport, Symbole von Luxemburg, Umwelt, Pfadfinderkultur, Europäische Union und jeden Nachmittag Französischunterricht, Gesang und Tanz.

Am Montag begann der Tag für die Kinder mit sportlichen Aktivitäten bis zum Mittag, am frühen Nachmittag hatten sie Zeit zum Spielen und Zeichnen, danach folgten Französisch-, Tanz- und Gesangsunterricht.

Gelegenheit, Freundschaften zu knüpfen

«Es ist besser, als zu Hause zu sein», erklärt die 13-jährige Lera, die gerade mit ihren Geschwistern da ist. «Ich habe nie Französisch gelernt, bevor ich nach Luxemburg kam», erzählt sie, «aber ich mag Sprachen, ich spreche ein bisschen Englisch». Das Mädchen und etwa 30 weitere Kinder werden von Freiwilligen wie der 16-jährigen Salva, einer Ukrainerin, die in Luxemburg lebt, betreut. «Ich hatte schon früher Babysitting gemacht», sagt Salva, «aber eine Gruppe zu leiten, ist etwas anderes. Ziel ist, die Kinder zu beschäftigen, damit die, die alt genug sind, um zu verstehen, was in der Ukraine passiert, nicht zu viel darüber nachdenken». Schön sei zu sehen, wenn die Kinder den ganzen Tag lächelten.

Außer der reinen Beschäftigung, biete das Sommerlager auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Die Kinder könnten so «Gleichaltrige sehen und neue Freunde finden», erklärt Helena, die Leiterin des Lagers.

(mm/L'essentiel)

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