Nationale Elternvertretung – Ein Sprachrohr für die Eltern im Land

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Nationale ElternvertretungEin Sprachrohr für die Eltern im Land

LUXEMBURG – Das Bildungsministerium hat am Montagmorgen eine neue Initiative zur Stärkung der Rolle der Eltern in der Bildungspolitik vorgestellt.

«Niemand kennt seine Kinder besser als ihre Eltern. Ihr Standpunkt muss klar formuliert werden», sagte Claude Meisch, Minister für nationale Bildung, am Montagmorgen. Ob es um die Koordination des Schultransports oder die Qualität der Speisen in der Kantine geht, Eltern werden dank der neuen nationalen Vertretung einen größeren Einfluss bei der Entscheidungsfindung haben. «Sie wird als Sprachrohr für die Eltern im ganzen Land fungieren», sagt der Minister bei der Vorstellung der Initiative.

Die Idee der Elternvertretung ist nicht neu. In der Sekundarstufe werden jedes Jahr im Herbst Ausschüsse der Erziehungsberechtigten gewählt, um mit den Schulleitern zu diskutieren. Dasselbe gilt für die Grundschule, in der vor sechs Jahren die Elternvertretung eingeführt wurde.

Die neue nationale Vertretung

Um die neue nationale Vertretung zu bilden, müssen die Eltern in zwei Schritten zur Wahl gehen. «In einer ersten Phase werden die Wahlen nach Regionen durchgeführt. Das beginnt im Oktober mit der Grundschule», erklärt Luc Weis, Leiter des Koordinierungsdienstes für pädagogische und technologische Forschung und Innovation. In der Sekundarstufe werden die neuen Ausschüsse von den Tutoren gewählt.

In einer zweiten Phase wählt jede der sektoralen Vertretungen ihre Mitglieder für eine dreijährige Amtszeit in die im Februar 2020 festgelegte nationale Vertretung. Die Mitglieder werden von acht Tagen Vertretungsurlaub pro Jahr profitieren, um ihr Mandat zu erfüllen.

Mehr Dialog zwischen Schule und Eltern

«Die nationale Vertretung wird aus 12 Mitgliedern bestehen. Vier für die Grundbildung, sechs für die Sekundarbildung und zwei für spezialisierte psychopädagogische Kompetenzzentren», so der Leiter des Koordinierungsdienstes abschließend.

«Als Elternteil sollte man nicht darauf warten, dass sich andere einmischen», betonte Claude Meisch. Man wünscht sich einen «verstärkten Dialog zwischen Schule und Eltern». Um Interesse zu wecken, hat sich das Ministerium auf eine Sensibilisierungskampagne in fünf Sprachen konzentriert. Eine Website www.elteren.lu informiert über das Wahlverfahren und auch auf der neuen Facebook-Seite können sich Eltern informieren.

(Ana Martins/L'essentiel)

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