Meteorstrom der Geminiden – Ein Sternschnuppen-Schwarm ist im Anflug

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Meteorstrom der GeminidenEin Sternschnuppen-Schwarm ist im Anflug

Der alljährliche Meteorstrom der Geminiden ist nicht mehr weit: Bereits in dieser Woche sollen die ersten Sternschnuppen zu sehen sein.

DCA01 - 20011106 - WASHINGTON, DC, UNITED STATES : This November 2000 NASA file image obtained 06 November, 2001 shows a meteor streaking across the sky during the Leonid meteor shower. A dazzling Leonid light show is expected again in the early morning hours 18 November as viewers in North America may see a two-hour burst of shooting stars with up to 20 shooting stars per minute. Meteors are commonly called shooting stars however,the flares of light in the sky are actually not stars, but material from comets. In this case, the flares come from the tail of comet Tempel-Tuttle, which sheds dust and gas particles as it streaks a path through the solar system once every 33 years. Earth runs into this trail of uneven comet exhaust every year, and the particles strike Earth's outer atmosphere and burn up.  The shooting stars of the Leonid shower appear to be arriving from inside the constella

DCA01 - 20011106 - WASHINGTON, DC, UNITED STATES : This November 2000 NASA file image obtained 06 November, 2001 shows a meteor streaking across the sky during the Leonid meteor shower. A dazzling Leonid light show is expected again in the early morning hours 18 November as viewers in North America may see a two-hour burst of shooting stars with up to 20 shooting stars per minute. Meteors are commonly called shooting stars however,the flares of light in the sky are actually not stars, but material from comets. In this case, the flares come from the tail of comet Tempel-Tuttle, which sheds dust and gas particles as it streaks a path through the solar system once every 33 years. Earth runs into this trail of uneven comet exhaust every year, and the particles strike Earth's outer atmosphere and burn up. The shooting stars of the Leonid shower appear to be arriving from inside the constella

Keystone/Nasa

Wer einer Sternschnuppe in der Adventszeit einen Weihnachtswunsch anvertrauen will, darf sich auf die kommenden Nächte freuen: Der alljährliche Meteorstrom der Geminiden ist im Anflug.

Bereits in dieser Woche können Himmelsgucker die ersten Sternschnuppen des berühmten Schwarms über das vorweihnachtliche Firmament flitzen sehen, wolkenfreien Himmel vorausgesetzt.

Höhepunkt 14. Dezember

Ihren Höhepunkt erreichen die Geminiden am Samstag kommender Woche – dann dürften mit etwas Glück am Morgen- und Abendhimmel dutzende Sternschnuppen pro Stunde aufleuchten. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings in diesem Jahr: Zur Zeit des Geminidenmaximums wird der fast volle Mond am Nachthimmel die schwächeren Meteore überstrahlen.

Viele helle Sternschnuppen

Doch zum Glück bringt der nach dem Sternbild Zwillinge – lateinisch gemini – benannte Schwarm erfahrungslaut viele helle Sternschnuppen hervor. Zum Beobachten der vorweihnachtlichen Himmelsflitzer eignen sich zwar am besten dunkle Orte fernab der lichtdurchfluteten Städte, die hellsten Geminiden sind aber auch am Großstadthimmel zu sehen. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Einer der größten Schwärme

Obwohl sie zu den größten Sternschnuppenschwärmen des Jahres zählen, stehen die Geminiden meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die alljährlich am Augusthimmel aufleuchten. Dass die Geminiden weniger populär sind, liegt vor allem an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft trübe Dezemberwetter bietet Sternschnuppenjägern nun einmal unbequemere Beobachtungsbedingungen als die lauen Perseidennächte im Sommer.

«Heimat» im Sternbild der Zwillinge

Bei der Namensgebung für den Geminidenschwarm stand das Sternbild Zwillinge mit seinen hellen Hauptsternen Castor und Pollux Pate, weil die Sternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen. Den scheinbaren gemeinsamen Ausgangspunkt der Meteorbahnen bezeichnen die Astronomen als Radiant – der Radiant der Geminiden liegt also in den Zwillingen.

Kosmischer Staub

In Wahrheit entstammen die Schnuppen einer Staubwolke, die unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann die als Sternschnuppen bekannten Leuchterscheinungen erzeugen.

Ungewöhnlicher Ursprung

Bei den Geminiden ist der Ursprung dieser Staubwolke allerdings ungewöhnlich. In der Regel gehen Meteorströme auf winzige Überreste von Kometen zurück – Schweifsterne, die bei der Annäherung an die heiße Sonne Staub freisetzen, der sich dann über die Kometenbahn verteilt.

So liegt beispielsweise der Ursprung der Perseiden in der kosmischen Staubspur des Kometen «Swift-Tuttle», der etwa alle 130 Jahre der Sonne einen Besuch abstattet. Anders die Geminidenstaubwolke: Sie stammt nicht von einem Kometen, sondern geht offenkundig auf einen kleinen Asteroiden zurück – also einen eher festen Kleinkörper unseres Sonnensystems.

Staubspur durch Eis?

Der Geminidenasteroid heißt Phaeton. Er wurde erst 1983 entdeckt und umrundet die Sonne in weniger als eineinhalb Jahren. Forschungen ergaben, dass die für Asterioden ungewöhnliche Staubspur von Phaeton durch Eis unter dessen Oberfläche erklärbar sein könnte.

Langsamer als andere Meteoren

Die Geminiden weisen noch weitere Besonderheiten auf. So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminidenteilchen in die Atmosphäre eintauchen: Sie beträgt «nur» 122.000 Stundenkilometer – bei den Perseiden sind es hingegen stolze 212.000 Stundenkilometer.

(L'essentiel/sda)

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