Zinserträge – Ein Stück Bankgeheimnis geht zu Ende

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ZinserträgeEin Stück Bankgeheimnis geht zu Ende

LUXEMBURG - Steuerflüchtlinge haben's ab 2016 schwerer: Ab dann will Luxemburg andere Länder über die Zinserträge ihrer Bürger im Großherzogtum informieren.

Die Zinserträge ausländischer Sparer müssen von Luxemburger Banken bald an die Steuerbehörden ihrer Heimatländer gemeldet werden.

Die Zinserträge ausländischer Sparer müssen von Luxemburger Banken bald an die Steuerbehörden ihrer Heimatländer gemeldet werden.

DPA

Ausländer, die sich in Luxemburg vor dem heimischen Fiskus verstecken, müssen ihr Geld bald «umbuchen»: Ab dem 1. Januar 2015 soll das Großherzogtum am automatischen Informationsaustausch der EU-Steuerbehörden teilnehmen. 2016 werden die Kontoinfos dann erstmals weitergereicht.

Das hat die Regierung beschlossen - und die Abgeordneten der Chamber wollen das Gesetz in wenigen Wochen verabschieden.
Eine Bedingung der Regierung war zuvor gewesen: Die Schwarzgeld-Paradiese Schweiz, Liechtenstein, Monaco, Andorra und San Marino machen ebenfalls mit.

Für Kunden Luxemburger Banken mit Wohnsitz im Ausland geht damit ein Stück Bankgeheimnis zu Ende.

(sen/L'essentiel/tageblatt)

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