Tennis in Wimbledon – «Ein Tag, der mit einer Sensation endet»

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Tennis in Wimbledon«Ein Tag, der mit einer Sensation endet»

Nach einer epischen Schlacht hat Gilles Muller den Mitfavoriten Rafael Nadal aus dem Turnier in Wimbledon geworfen. So reagierten die Spieler und die internationale Presse.

Was für ein Abend für den Luxemburger Sport! Nicht nur die Tatsache, dass Gilles Muller am Montag ins Wimbledon-Viertelfinale eingezogen ist, begeistert – sondern auch die Art und Weise. Fast fünf Stunden lieferte sich der Luxemburger mit dem Mitfavoriten Rafael Nadal eine Schlacht, über die wohl noch lange gesprochen wird.

Zuerst sah alles nach einer Überraschung aus: Die Nummer 26 der Weltrangliste nahm der Nummer zwei die ersten beiden Sätze ab (6:3 und 6:4). Doch Nadal fightete sich zurück ins Match, holte sich die Sätze Drei und Vier. Das Match ging schließlich in den epischen fünften Satz – in dem «Mulles» das Break zum 15:13 gelang, das ihm den Triumph bescherte. Schon 2005 gelang Muller auf dem «heiligen Rasen» in London ein Erfolg über Nadal.

Muller ist müde aber happy

«Müde», lachte Muller im Anschluss an das Match in die Kamera. Es war das erste Wort, das ihm nach dem Mammutmatch einfiel. «Ich habe die ersten beiden Sätze geholt, dann kam Rafa zurück und am Ende war es ein großer Kampf», so der 34-jährige Luxemburger. Trotz vier vergebener Matchbälle habe er immer das Gefühl gehabt, das Spiel für sich entscheiden zu können. «Als ich dann die letzen beiden Matchbälle hatte, habe ich alles in die Waagschale geworfen. Ein großartiges Gefühl, dieses Spiel zu gewinnen, obwohl ich noch nicht wirklich realisiert habe, was hier gerade passiert ist.»

Rafael Nadal wirkte nach seiner Niederlage angefressen und gab sich wortkarg: «Er spielte gut und ich habe nicht mein bestes Tennis gezeigt. Ich habe einige Fehler gemacht und war lange in Rückstand. Gegen einen Spieler wie ihn ist das sehr schwierig.» Dennoch hatte der Spanier Lob für den gebürtigen Schifflinger übrig: «Er hat das einfach gut gemacht, vor allem im fünften Satz. Er ist ein sehr unbequemer Gegner.»

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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