Extrem-Wetter – «Ein Tornado ist ein äußerst seltener Anblick»
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Extrem-Wetter«Ein Tornado ist ein äußerst seltener Anblick»

WEISWAMPACH - Nach einer einwöchigen Hitzewelle entfesselten sich am Wochenende Gewitter über Luxemburg. Im Ösling war sogar noch Extremeres zu beobachten.

«Ein Tornado ist ein äußerst seltener Anblick in Luxemburg. Fast schon ein kleines Wunder», kommentiert Achim Wehnert, Amateur-Meteorologe das außergewöhnliche Wetterphänomen vom Samstag gegenüber L’essentiel Online. In den vergangenen zehn Jahren seien in Luxemburg höchstens zwei oder drei Windhosen, also kleine Tornados, beobachtet worden, so Wehnert am Montag.

Einem Einwohner aus Weiswampach gelangen am Samstag gegen 19 Uhr Videoaufnahmen, die auf Youtube veröffentlicht wurden. Darauf ist zu sehen, wie die Windhose einen Schneise der Zerstörung durch die Landschaft frisst. Deutlich ist zu beobachten, wie Objekte in die Luft gewirbelt werden, um wenig später wieder zu Boden fallen.

In Zukunft mehr Tornados?

Ein Berufsmeteorologe vom staatlichen Wetterdienst auf dem Findel bestätigt gegenüber L’essentiel Online, dass es sich um einen richtigen Tornado handelt: «Das Phänomen tritt auf, wenn feucht-warme Luft aus den Ardennen auf eine Kaltfront stößt, so wie es am Samstagabend der Fall war».

Der Tornado richtete keine größeren Schäden an, im Gegensatz zu dem, was am Samstag zeitgleich an anderen Orten in Luxemburg passierte. Dort waren allerdings nur starke Windböen die Ursache der Zerstörungen. Nach Meinung der Spezialisten, die L’essentiel Online befragte, ist ein vermehrtes Auftreten solcher extremen Wetterphänomene in den kommenden Jahrzehnten zu befürchten. Grund sei der Klimawechsel, der eine Aufheizung der Atmosphäre mit sich bringt.

(L'essentiel Online/Jmh)

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