Flüchtlingskrise – Ein totes Kind rüttelt die Europäer wach
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FlüchtlingskriseEin totes Kind rüttelt die Europäer wach

Fotos von einem kleinen Flüchtlingskind aus Syrien, dessen Leiche an einem türkischen Strand an gespült wurde, sorgen für Entsetzen in den Sozialen Netzwerken.

Mindestens zwölf Flüchtlinge aus Syrien sind am Mittwoch vor der Küste der Türkei ertrunken. Die Menschen versuchten, nach Griechenland zu kommen. Ihre beiden Boote kenterten in der Nacht vor der Küstenstadt Bodrum. Sie waren auf dem Weg zur griechischen Insel Kos. Durch die Schreie der Ertrinkenden alarmiert, konnten Rettungskräfte 15 Menschen retten. Mindestens zwölf weitere ließen in den Fluten des Ägäischen Meeres ihr Leben.

Unter dem Hashtag #KiyiyaVuranInsanlik («hinfort gewaschene Menschheit») tauchen nur wenige Stunden nach dem Unglück plötzlich Bilder im sozialen Netzwerken Twitter auf. Sie zeigen eines der Opfer, dass an die türkische Küste angeschwemmt wurde: Ein kleines Kind, nur wenige Jahre alt, liegt mit dem Kopf nach unten auf dem Sand eines der Strände des Luxus-Resorts Bodrum. Seine Leiche wird behutsam von einem Sanitäter geborgen. Es ist Aylan, drei Jahre alt, der gemeinsam mit seinem Bruder Gapil (5), seiner Mutter und seinem Vater vom Krieg in Syrien geflohen waren. Die Eltern gehörten zu den vier Überlebenden der Katastrophe.

Insgesamt sind allein in diesem Jahr 2500 Menschen gestorben, die über das Meer nach Europa kommen wollten.

(L'essentiel)

Die Redaktion von L'essentiel hat sich dazu entschlossen, diese Bilder zu veröffentlichen, um den Horror der Flüchtlingskrise zu zeigen, die derzeit Europa erschüttert.

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