Bildung in Luxemburg – Ein Wechsel ins Lyzeum kostet knapp 500 Euro

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Bildung in LuxemburgEin Wechsel ins Lyzeum kostet knapp 500 Euro

LUXEMBURG – In Zusammenarbeit mit der Statistikbehörde Statec hat der Staat errechnet, mit welchen Kosten Eltern vor der Rentrée rechnen müssen.

Eltern müssen zum Beginn des Schuljahres tief in die Tasche greifen. Der Staat beteiligt sich aber an den Kosten.

Eltern müssen zum Beginn des Schuljahres tief in die Tasche greifen. Der Staat beteiligt sich aber an den Kosten.

AFP

Es gibt wichtige Meilensteine im Leben eines jeden Schülers: Der Eintritt in die Spillschoul mit vier Jahren, Grundschule mit sechs Jahren und Gymnasium mit zwölf Jahren. Und jedes Mal, wenn ein solcher Meilenstein erreicht wird, legt die Schultasche etwas an Gewicht zu. Wie viel kostet es eigentlich, wenn ein Kind eingeschult wird, die Schule wechselt oder einfach in die nächste Klasse kommt? Nach Daten des Statec, die L'essentiel zur Verfügung gestellt wurden, liegen die Kosten für einen Gymnasiasten fast fünfmal höher als für ein Kleinkind.

Das statistische Amt hat in Zusammenarbeit mit den Lehrern und dem Bildungsministerium die Kosten für einen durchschnittliche Warenkorb errechnet, der den Mindestbedarf für jedes neue Schuljahr darstellt. «Er entspricht nicht dem, was der durchschnittliche Luxemburger für sein Kind ausgibt», sagt Anne Franziskus von Statec. «Viele entscheiden sich zum Beispiel für eine teurere Schultasche», so die Sachverständige weiter. Zu Beginn eines jeden Schuljahres werde auch nicht alles neu gekauft, wodurch die Kosten für die folgenden Jahre daher geringer ausfielen.

107 Euro in der Spillschoul

Die Eltern eines Kleinkindes müssen zum Start der Spillschoul mindestens 107 Euro bezahlen, wovon etwa die Hälfte für Sportsachen (49 Euro) und ein anderer Großteil (41 Euro) für einen Rucksack entfallen. Mit dem Rest werden einige Mal- und Bastelmaterialien (12 Euro), eine Brotdose und eine Mappe (5 Euro) gekauft.

330 Euro bei Eintritt in die Grundschule

Zwei Jahre später, mit dem Beginn des «Ernstes des Lebens», verdreifachen sich die Kosten: 330 Euro werden in etwa für den Eintritt in den Zyklus 2.1 der Grundschule fällig. Schulranzen, Federmäppchen und Hausaufgabenheft kosten mindestens 86 Euro, Sportkleidung 68 Euro, Schreibmaterial (Stifte, Bleistifte, Patronen) 51 Euro und Hefte und Mappen 47 Euro. Allerdings können Eltern ab dem 6. Lebensjahr mit dem Schulgeld (115 Euro) rechnen, das die Kosten zum Teil auffängt.

496 Euro für die Oberstufe

Den Eintritt in den Sekundarunterricht unterstützt der Staat mit einem Schulgeld in Höhe von 235 Euro. Aus gutem Grund: Dann kostet der durchschnittliche Warenkorb 496 Euro. Darin enthalten sind 111 Euro für Kursunterlagen, Ordnern und Schreibmaterial, 107 Euro für Wörterbücher, Romane und Fotokopierkosten. Hinzu kommen die Kosten für einen Taschenrechner (16 Euro) und die Miete für ein iPad (50 Euro) in den betreffenden Klassen.

Familienministerin Corinne Cahen (DP) weist darauf hin, dass «die Höhe der Kosten für die Einschulung gleich geblieben ist, während zu Beginn des Schuljahres kostenlose Bücher eingeführt wurden (zu Beginn des Schuljahres 2018, Anm. d. Red.), was ein großes Budget darstellt». Die Ministerin erklärte auch, dass das Ministerium in Zusammenarbeit mit Statec derzeit eine Umfrage durchführt, «um die genauen Kosten für Kleidung, Lebensmittel und weitere Posten für ein Kind zu ermitteln», um die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern besser zu verstehen.

(Marion Chevrier/L'essentiel)

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