«True Grit» – Ein Western mit Mädchenheld

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«True Grit»Ein Western mit Mädchenheld

Sie ist 14, ungewöhnlich couragiert und kaltschnäuzig, die Heldin des neuen Streifens der Brüder Joel und Ethan Coen. Ihr neuster Western läuft am Freitag in Luxemburg an.

Heldin des Westerns der Coen-Bürder ist die 14-jährige Mattie, gespielt von Hailee Steinfeld. Sie spielt an der Seite von Alt-Star Jeff Bridges.

Heldin des Westerns der Coen-Bürder ist die 14-jährige Mattie, gespielt von Hailee Steinfeld. Sie spielt an der Seite von Alt-Star Jeff Bridges.

DPA

Wer in dem neuen Film «True Grit» der Coen-Brüder ein Remake des John Wayne -Westerns «Der Marshall» sucht, kommt nicht auf seine Kosten. Coen-Fans hingegen können sich auf eine unterhaltsame und stilistisch eigenwillige Neuinterpretation des Klassikers freuen, mit dem vor kurzem die 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin eröffnet wurden: Der Western trägt durchaus die Handschrift der Meister ihres Fachs, auch wenn die Charaktere weniger schräg und die Dialoge weniger ironisch sind als sonst bei Joel und Ethan Coen («No Country for Old Men»). Außerdem ist das Werk für gleich zehn Oscars nominiert.

«True Grit» basiert auf einer Romanvorlage von Charles Portis: Ein Mädchen will den Mord ihres Vaters rächen und engagiert den trunksüchtigen Marshall Rooster Cogburn (Oscar-Preisträger Jeff Bridges). Widerwillig lässt sich der raubeinige Haudegen auf das Geschäft mit der Vierzehnjährigen (Hailee Steinfeld) ein. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar auf ein Abenteuer, bei dem sie nicht alleine sind. Der Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) ist ebenfalls hinter dem Mörder her und will die saftige Kopfprämie kassieren.

Inszenierung eigenwillig und teilweise skurril

Die Amerikaner Ethan und Joel Coen legen den Fokus auf das junge Mädchen, das ungewöhnlich couragiert, kaltschnäuzig und erwachsen ist und näheren sich damit dem deutschen Romantitel «Die mutige Mattie». Das englische Original «True Grit» heißt übersetzt so viel wie «Wahrer Schneid».

Dass die Coen-Brüder Western lieben, ist spätestens seit «No Country for Old Men» aus dem Jahr 2007 bekannt, für den sie mit vier Oscars ausgezeichnet wurden. Nun erweisen sie diesem Genre erneut die Ehre. Ihre Bilder sind kraftvoll, die Szenen gewaltig, der Soundtrack erstklassig und die Inszenierung eigenwillig und teilweise skurril - sozusagen in bester Coen-Manier. Ihre Faible für Ironie und schräge Charakteren kommt auch hier wieder eindeutig zum Ausdruck, wenn auch in gemäßigterem Maße.

L'essentiel Online mit dpa

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