Luxemburg – Eine Impfdosis kostet den Staat 60 Euro
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LuxemburgEine Impfdosis kostet den Staat 60 Euro

LUXEMBURG – Das Gesundheitsministerium hat die Kosten für die Injektion einer Impfdosis einschließlich aller Kosten ermittelt.

«Laut einem Bericht, der der Regierung im November vorgelegt wurde, belaufen sich die Kosten für die Verabreichung einer Dosis auf rund 60 Euro für den Staat», erklärt Lenert.

«Laut einem Bericht, der der Regierung im November vorgelegt wurde, belaufen sich die Kosten für die Verabreichung einer Dosis auf rund 60 Euro für den Staat», erklärt Lenert.

DPA/Sven Hoppe

Wie viel kostet die Covid-Impfung, die für die Menschen in Luxemburg kostenlos ist, den Staat? Die Kosten variieren je nach Ort der Injektion (Zentrum, Arztpraxis usw.), aber Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) hat kürzlich auf Anfrage der Piratenpartei eine ungefähre Schätzung abgegeben.

Dabei bezieht sich die Gesundheitsministerin auf einen Bericht, der der Regierung im November des vergangenen Jahres vorgelegt wurde. Demnach «belaufen sich die Kosten für die Verabreichung einer Dosis auf rund 60 Euro für den Staat», erklärte sie. Von der Einladung über die Miete der Räumlichkeiten bis hin zu Personal- und Energiekosten sowie natürlich dem Impfstoff selbst.

Zwischen 15 und 20 Euro muss der Staat für den Impfstoff bezahlen. «Die wichtigsten Kosten sind der Kauf der Impfstoffe, die Personalkosten (Impfpersonal, Wachpersonal, Reinigung), aber es werden Hunderte von Posten berücksichtigt», erklärt Luc Feller, Hoher Kommissar für den nationalen Schutz. Ein Vertrag legt die Vergütung der Ärzte in Impfzentren auf 240 Euro pro Stunde fest.

180 Euro für das komplette Impfschema

Für die drei empfohlenen Impfdosen zahlt der Staat also rund 180 Euro, also insgesamt etwas mehr als 72 Millionen Euro für die 1,2 Millionen Impfdosen, die bislang injiziert wurden.

Diese Zahlen setzt das Ministerium in Relation zu den Kosten für einen Tag auf der Intensivstation, die für einen Covid-Patienten über 1600 Euro betragen. Das Ministerium erklärt, dass 1990 Krankenhausaufenthalte im Jahr 2020 durchschnittlich 17.110 Euro kosteten. Die zehn Prozent der teuersten Behandlungen schlugen mit mehr als 36.779 Euro zu Buche. Die 286 Intensivbehandlungen kosteten durchschnittlich 56.919 Euro und die teuersten zehn Prozent mehr als 126.692 Euro.

Diese Zahlen beschränken sich auf Bewohner, die zum Zeitpunkt des Krankenhausaufenthalts bei der Krankenkasse versichert waren. Auch wenn sie für das Jahr 2021 noch nicht vorliegen, umfasste dieser Gesamtbetrag die Kosten des Krankenhausaufenthalts, alle medizinischen Kosten, die Handlungen der Ärzte, die eventuell für diesen Aufenthalt eingesetzt und bereits von der CNS erstattet wurden, sowie alle anderen Handlungen und Leistungen, die mit einem Aufenthalt verbunden sein können (Laboranalysen, medizinische Geräte, Medikamente usw.).

(nc/L'essentiel)

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