Gesetzesprojekt – Eine neue Kontrollinstanz für den Finanzsektor

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GesetzesprojektEine neue Kontrollinstanz für den Finanzsektor

LUXEMBURG – Ein neuer Ausschuss soll künftig für eine bessere Kontrolle des Finanzsektors sorgen und «Systemrisiken» vorbeugen.

Ein Ausschuss für Systemrisiken soll den Finanzsektor künftig überwachen.

Ein Ausschuss für Systemrisiken soll den Finanzsektor künftig überwachen.

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«Wie es bereits in Deutschland und Frankreich der Fall ist, wird in Luxemburg eine neue Kontrollinstanz, einen sogenannten Ausschuss für Systemrisiken, gegründet», kündigt der Ministerrat in einer Pressemitteilung an. Darin sollen Vertreter verschiedener Regulierungs- und Aufsichtsbehörden für den Finanzsektor zusammensitzen.

Die Minister haben das Gesetzesprojekt an diesem Mittwoch angenommen. Das Projekt basiert auf einer europäischen Richtlinie von 2010 und fordert von allen EU-Mitgliedern die Einführung einer Aufsicht in ihrem Finanzsektor.

Kapitalpuffer als Abdämpfungsmanöver

Das Gesetz hat zum Ziel, das «europäische Bankensystem zu stärken und Finanzkrisen künftig zu vermeiden und zu gewährleisten, dass die Banken weiterhin den Wirtschaftsbetrieb und das Wachstum sichern», erklären die Minister. Der Finanzminister und der Generaldirektor der Zentralbank werden dem Komitee als Präsidenten vorstehen.

Das neue System verlangt von den Kredit –und Investitionsinstitutionen zudem das Anlegen von Rücklagen, sogenannte Kapitalpuffer oder «capital buffers», um die Auswirkungen der Krise abzudämpfen.

(L'essentiel)

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