Mobilität 2035 – Eine «Super-Tram» von Luxemburg nach Belval?
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Mobilität 2035Eine «Super-Tram» von Luxemburg nach Belval?

LUXEMBURG – Der Minister für Infrastruktur, François Bausch, will dem hohen Verkehrsaufkommen zwischen Belval und der Hauptstadt Herr werden.

Mit dem Zug sind es fast 30 Minuten vom Hauptbahnhof in Luxemburg-Stadt bis zur Universität Belval. Die Buslinie RGTR 306 braucht von Belval bis zur Cloche d'Or etwa 24 Minuten. Mit dem Auto braucht man ebenfalls rund eine halbe Stunde – sofern man nicht in einen Stau gerät. Zur Hauptverkehrszeit auf der A4 also beinahe ein Ding der Unmöglichkeit.

Im Rahmen der neuen nationalen Strategie für nachhaltige Mobilität «MoDu 2.0» nahm Infrastrukturminister François Bausch die berüchtigte Verkehrsachse zwischen Esch-Belval und der Hauptstadt unter die Lupe. Eine neue Analyse zeigt, dass «das Verkehrssystem, das den Mobilitätsbedarf zwischen den beiden Standorten am besten decken kann, eine schnelle Straßenbahnlinie ist, die sich in das zukünftige Straßenbahnnetz der Hauptstadt integrieren lässt». Diese «Super-Tram» soll auf bestimmten Abschnitten mit bis zu 100 Stundenkilometern fahren können.

Eine Umstiegsmöglichkeit in Foetz?

Ob diese neue Tramlinie bis zum Jahr 2035 tatsächlich aus dem Boden gestampft wird, steht noch in den Sternen. Das, so Bausch, liege «an der nächsten Regierung und meinem Nachfolger. Aber ich will ihnen Möglichkeiten an die Hand geben, die ihnen helfen, Entscheidungen zu treffen. Denn wenn es um Mobilität geht, muss das Land Fortschritte machen».

Dem Minister schwebt deshalb der Bau Ausbau einer Straßenbahnlinie Richtung Esch-Belval mit einer Umstiegsmöglichkeit bei Foetz vor. Im Juni 2018 will sein Ministerium eine abgeschlossene Studie vorlegen.

(fl/L'essentiel)

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