Wegen Pandemie – Einige Kinder sind dauerhaft im Heimunterricht
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Wegen PandemieEinige Kinder sind dauerhaft im Heimunterricht

LUXEMBURG – Wegen der Pandemie sind manche Kinder dauerhaft im Homeschooling. Der Antrag der Eltern muss jedoch begründet sein und freigegeben werden.

Seit Montag gilt in den Schulen ein neues Gesundheitsprotokoll. (Archivbild)

Seit Montag gilt in den Schulen ein neues Gesundheitsprotokoll. (Archivbild)

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Zwischen Gesundheitsprotokollen, Fernunterricht und punktuellen Schließungen blieb auch die Schule nicht von der Pandemie verschont. Manche Kinder waren seither überhaupt nicht mehr in der Schule. In einer parlamentarischen Antwort an die Abgeordnete Josée Lorsché (Déi Gréng) berichtet Bildungsminister Claude Meisch, dass es «einige Einzelfälle» von Schülern gebe, die aufgrund von Corona zu Hause unterrichtet werden.

«Es gibt auf der einen Seite Eltern, die die Gesundheitsvorkehrungen im Unterricht für zu streng halten, und auf der anderen Seite solche, denen die Vorschriften nicht streng genug sind, zum Beispiel in Fällen, wo eine schutzbedürftige Person zum Haushalt des Schülers gehört», erklärt der Minister. In solchen Situationen können die Eltern ihre Kinder unterrichten. «Es wird jedoch überprüft, ob sie in der Lage sind, den Unterricht zu erteilen», so Meisch, «regelmäßige Kontrollen sowie eine enge Betreuung der betroffenen Familien» würden zudem erfolgen.

Heimunterricht für gefährdete Schüler

Alleine können die betreffenden Eltern die Entscheidung allerdings nicht treffen. Ein begründeter Antrag muss bei der zuständigen Regionaldirektion gestellt werden. Vor der Entscheidung werde dann eine Analyse durchgeführt. Die Bildungsdirektion behalte sich auch das Recht vor, den Antrag zu beenden, «wenn festgestellt wird, dass der Unterricht zu Hause nicht den Bedürfnissen des Kindes entspricht».

Auch Kinder, die selbst zu den Risikopersonen gehören, werden zu Hause unterrichtet, allerdings von «speziellen Lehrkräften, einschließlich des Klassenlehrers, der gegebenenfalls von gefährdeten Lehrkräften unterstützt wird», so Claude Meisch.

(th/L'essentiel)

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