Tierhaltung in Luxemburg – Einschläfern von Tieren unterliegt «strengen» Regeln

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Tierhaltung in LuxemburgEinschläfern von Tieren unterliegt «strengen» Regeln

LUXEMBURG – Nachdem Falschinformationen über LSAP-Politikerin Simone Asselborn-Bintz auf Facebook geteilt wurden, klärt eine Tierärztin über das Einschläfern von Tieren auf.

Für viele Hundebesitzer ist es schwer, die Entscheidung für das Einschläfern ihres treuen Begleiters zu fällen.

Für viele Hundebesitzer ist es schwer, die Entscheidung für das Einschläfern ihres treuen Begleiters zu fällen.

Die LSAP-Abgeordnete und Bürgermeisterin von Sanem, Simone Asselborn-Bintz, wurde vergangene Woche online belästigt, nachdem bekannt geworden war, dass ihr kranker Hund eingeschläfert werden musste. In einem anonymen Post wurde der Sachverhalt so dargestellt, als ob der Hund eingeschläfert worden war, um ihn loszuwerden. Dies sei durch die «sehr strengen» Regeln in Luxemburg so gar nicht möglich, versichert die Tierärztin Laurence Reiners auf Nachfrage durch L'essentiel.

«Der Besitzer kann nur nach einer medizinischen Diagnose entscheiden, sein Haustier einzuschläfern, um es von seinem Elend zu erlösen», so die Expertin. Diese Entscheidung ist nicht immer einfach. «In manchen Fällen gibt es keinen Zweifel am Leiden des Tieres, zum Beispiel wenn es unter Atemnot leidet», bestätigt Laurence Reiners. Aber ein alter Hund, der an einer degenerativen Krankheit leidet, kann Höhen und Tiefen haben. Für den Besitzer ist es dann schwierig zu entscheiden, wann die Zeit gekommen ist.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, kann der Tierarzt das Tier erst töten, wenn es eingeschlafen ist, um ihm Leiden zu ersparen. «Eine erste Injektion dient der Betäubung des Tieres», erklärt die Tierärztin. «Nach 10 bis 15 Minuten wird dann ein spezielles Gift injiziert, welches einen Herzstillstand herbeiführt». Die Kosten für diesen medizinischen Eingriff hängen vom Gewicht des Tieres ab (je schwerer das Tier, desto höher die erforderliche Dosis).

(ol/L'essentiel)

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