Keine Gratis-Busfahrten mehr – «Einsparungen auf Kosten der Studenten»

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Keine Gratis-Busfahrten mehr«Einsparungen auf Kosten der Studenten»

LUXEMBURG – Studenten dürfen künftig nicht mehr gratis mit dem Bus fahren. Eine Entscheidung, die die Studentenvereinigung UNEL scharf kritisiert.

«Neben der Gefahr, dass immer mehr Studenten ihr Auto nehmen, um zur Uni zu fahren und so die Straßen des Landes noch mehr verstopfen, zeigt es die Bereitschaft, auf Kosten der Studenten Einsparungen vorzunehmen», erklärt Pol Reuter, Vorsitzender der Studentenvereinigung UNEL, gegenüber L’essentiel am Dienstag. Grund für den Unmut ist die Ankündigung von RGTR-Direktor Alex Kies, dass Studenten künftig nicht mehr kostenlos mit dem Bus zur Uni fahren können. Stattdessen müssten sie sich für 75 Euro jährlich das Jumbo-Ticket kaufen, das die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel (AVL, CFL, RGTR, TICE) umfasst.

Auch das Argument, dass es zu schwer geworden sei, die Fahrtziele der Studenten zu überprüfen, will Pol Reuter nicht gelten lassen: «Dann muss man das System verbessern, statt es gleich abzuschaffen.»

Das Ministerium für nachhaltige Entwicklung, zuständig für den öffentlichen Personenverkehr, erklärt indes, dass die Entscheidung nicht aus Budgetgründen gefällt worden sei, «die Einsparungen sind vernachlässigbar». Gleichzeitig würde aber, wenn die 400 jährlichen Anträge nicht mehr bearbeitet werden müssen, jede Menge Verwaltungsaufwand wegfallen. Außerdem seien die 75 Euro für das Jumbo-Ticket «sehr vernünftig» und für Studenten «durchaus akzeptabel».

(jmh/pw/L'essentiel)

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