Wegen Trainer: Eklat in Spanien – 15 Spielerinnen treten aus der Nationalmannschaft zurück

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Wegen TrainerEklat in Spanien – 15 Spielerinnen treten aus der Nationalmannschaft zurück

Per E-Mail haben 15 Spanierinnen ihren Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt gegeben – aus Protest gegen Coach Jorge Vilda. 

von
Adrian Hunziker
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15 Spielerinnen sind aus dem spanischen Nationalteam zurückgetreten.

15 Spielerinnen sind aus dem spanischen Nationalteam zurückgetreten.

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Darunter ist auch Patri Guijarro.

Darunter ist auch Patri Guijarro.

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Der Massenrücktritt wurde aus Protest gegen Trainer Jorge Vilda vorgenommen.

Der Massenrücktritt wurde aus Protest gegen Trainer Jorge Vilda vorgenommen.

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Spanien hatte an der Fußball-EM im Juli als Favorit auf den Titel gegolten, doch die Ibererinnen scheiterten bereits im Viertelfinal an Gastgeber England. Seither rumort es in Spanien. Bestes Beispiel dafür: Am Donnerstag traten 15 Spielerinnen aus dem Nationalteam zurück, sie gaben ihren Entscheid in 15 einzelnen E-Mails bekannt. Diese beinhalteten allesamt denselben Wortlaut, teilte der nationale Verband RFEF mit.

Die Spielerinnen fühlten sich in der derzeitigen Situation erheblich in ihrem «emotionalen Zustand» und ihrer «Gesundheit» beeinträchtiget, schrieben sie. Sie entschieden sich deshalb für den Austritt, «bis zur Umkehrung der Zustände» – was gleichbedeutend mit dem Rücktritt von Trainer Jorge Vilda ist. Das Verhältnis zum 41-Jährigen scheint unwiderruflich zerstört zu sein.

Weltfußballerin nicht dabei

Der spanische Verband will sich hingegen mit dem Vorgehen der Spielerinnen nicht anfreunden. In einer Stellungnahme heißt es, der Verband werde es den Spielerinnen «nicht gestatten, die Kontinuität des Nationaltrainers und seines Trainerstabs infrage zu stellen, da derartige Entscheidungen nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen». Weiter teilte der RFEF mit, dass die Vorgehensweise der Spielerinnen «nicht den Werten des Fußballs» entspreche, der Verband schreibt von einer «schädlichen» Aktion.

Unter den 15 Spielerinnen, die zurücktraten, befindet sich nicht die aktuell verletzte Weltfußballerin Alexia Putellas, das berichtet der spanische Radiosender Cope. Den Spielerinnen droht nun eine Sperre von zwei bis fünf Jahren. «Das ist eine Frage der Würde», so der Verband. Er will nun das Nationalteam mit Juniorinnen auffüllen, sofern nötig. Die Zurückgetretenen können nur ins Team zurückkehren, wenn sie sich entschuldigen.

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