Herde in Fluss ertrunken – Elefanten-Kadaver verseuchen Grundwasser

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Herde in Fluss ertrunkenElefanten-Kadaver verseuchen Grundwasser

Retter wollen im Khao-Yai-Nationalpark in Thailand verhindern, dass die Kadaver der sechs ertrunkenen Elefanten einen Staudamm erreichen.

Experten versuchen, die verwesenden Leichen von sechs Elefanten aus einem Fluss im Khao-Yai-Nationalpark in Thailand zu bergen, da nun die Gefahr besteht, dass sie das Grundwasser verseuchen.

Die Tiere waren am Samstag den Haew-Narok-Wasserfall hinuntergestürzt, als sie versuchten, ein Junges zu retten. Das drei Jahre alte Elefantenkalb dürfte zuerst in den Fluss gefallen sein, die anderen fünf erwachsenen Tiere starben, als sie dem Jungtier helfen wollten.

Die Kadaver müssen aus dem Wasser gehoben werden

Jetzt reißt die Strömung des Flusses die Kadaver stromabwärts in Richtung eines großen Staudammes. «Nicht nur beginnen die sich zersetzenden Kadaver zu stinken, auch die Ausbreitung von Krankheiten wird nun zum Problem», erklärte ein Mitarbeiter des Nationalparks der BBC.

Derzeit werden die Kadaver mit einem Seil über den Fluss aufgehalten. «Viele Helfer arbeiten daran, die Kadaver zu bergen», sagt Edwin Wiek, Gründer von Wildlife Friends Foundation Thailand. Die Retter hofften, die Tierleichen in eine Zone des Flusses leiten zu können, wo sie später mit einem Bagger gehoben werden können. Anschließend werde man die Tiere begraben.

Die Regierung Thailands kündigte Maßnahmen an, damit solche Zwischenfälle künftig nicht mehr vorkommen, wie die «Bangkok Post» berichtet. Umweltminister Varawut Silpa-archa ordnete einerseits den Bau einer Barrikade an, die den Sturz von Tieren in den Wasserfall verhindern soll. Außerdem werde eine Nahrungsmittelbank im Park eingerichtet, damit sich die Tiere in Zukunft auf der Suche nach Futter nicht gefährlichen Spots näherten.

(L'essentiel/kle)

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