Demonstration in Luxemburg – «Eltern benutzten ihre Kinder als Schutzschilde»

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Demonstration in Luxemburg«Eltern benutzten ihre Kinder als Schutzschilde»

LUXEMBURG – Abgeordnete, Minister und Verantwortliche der Polizei diskutierten am Dienstag im Parlamentsausschuss über die Sicherheitsvorkehrungen vom letzten Samstag.

Nach Ansicht der Polizei wurden Kinder «als Schutzschilde benutzt», indem ihre Eltern sie nicht von den gewalttätigen Demonstranten, die die Polizisten provozierten, wegzogen.

Nach Ansicht der Polizei wurden Kinder «als Schutzschilde benutzt», indem ihre Eltern sie nicht von den gewalttätigen Demonstranten, die die Polizisten provozierten, wegzogen.

Vincent Lescaut

Bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am vergangenen Samstag in Luxemburg-Stadt kam es erneut zu Ausschreitungen, als Aktivisten den der Demo zugewiesenen Bereich verließen und sich der Polizei auf der Avenue de la Porte-Neuve entgegenstellten. Die Polizei musste daraufhin Wasserwerfer einsetzen, um die Demonstranten zu zerstreuen und zu versuchen, sie zur Rückkehr in ihren Bereich zu bewegen. Das eingesetzte Polizeiaufgebot war Anlass für Diskussionen im Parlamentsausschuss am Dienstagmorgen. Besonders die ADR hatte Zweifel an der Zweckmäßigkeit des Aufgebots angemeldet.

Ein Abgeordneter kritisierte insbesondere «gewalttätige Handlungen in Anwesenheit von Kindern». Einige Eltern hatten ihren Nachwuchs zu dieser als riskant eingestuften Veranstaltung mitgenommen und standen mit ihnen in der ersten Reihe der Demonstration. Einige nahmen ihre Kinder mit, um die Polizei auf der Avenue de la Porte Neuve herauszufordern, wie ein L'essentiel-Redakteur vor Ort beobachten konnte. Nach Ansicht der Polizeibeamten haben Eltern ihre Kinder «als Schutzschilde benutzt», indem sie sie nicht von den gewalttätigen Demonstranten, die die Polizisten provozierten, wegzogen.

Insgesamt waren sich die Abgeordneten und Minister jedoch größtenteils einig, dass sie den Polizisten für ihren Einsatz danken sollten. Für den Minister für Innere Sicherheit, Henri Kox (Déi Gréng), hat die Polizei die notwendigen und gesetzlich vorgesehenen Mittel eingesetzt, um «die öffentliche Ordnung zu gewährleisten». Die Demonstration wurde genehmigt, um die freie Meinungsäußerung zu ermöglichen – dieses Mal weit entfernt vom Stadtzentrum, um die Menschen auf den Weihnachtsmärkten vor Ausschreitungen zu schützen. Nach Ansicht des Ministers waren viele der Demonstranten nur vor Ort, um Chaos zu verursachen.

(L'essentiel)

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