Drama in Differdingen – Eltern müssen Tod ihres Kindes mit ansehen

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Drama in DifferdingenEltern müssen Tod ihres Kindes mit ansehen

DIFFERDINGEN – Ein zweijähriges Kind ist am Montag auf einer Straße in Differdingen gestorben. Es entwischte seinen Eltern nur für Sekunden - und wurde von einem Lkw erfasst.

Dieser Tag wird lange im Gedächtnis der Menschen im Differdinger Ortsteil Fousbann bleiben. Es ist 16.30 Uhr, als die Sirenen durch das Viertel schrillen. Feuerwehr und Notarzt rücken an, ein Hubschrauber der Air Rescue schwirrt über den Straßen und landet schließlich am Stadtrand. Die Polizei riegelt die Hauptstraße ab. «Der Tod ist immer unerträglich», wird Differdingens Bürgermeister Roberto Traversini später sagen. «Das gilt umso mehr, wenn es ein Kind trifft.»

Was ist geschehen? Um 16.10 Uhr fährt ein Kipplader die Rue Soleuvre entlang. Der schwere Lkw kommt aus Zollwer und ist auf dem Weg in Richtung Differdinger Innenstadt. Auf der Höhe eines Supermarkt passiert es. Ein kleines Kind, erst zwei Jahre alt, rennt auf dem Gehweg zwischen zwei geparkte Autos – und von da aus auf die vielbefahrene Straße. Der Fahrer des tonnenschweren Trucks kann nicht mehr bremsen, sein Gefährt erfasst das Kind – und tötet es auf der Stelle. Die Eltern stehen daneben und müssen alles mit ansehen. Nur wenige Sekunden lang hatten sie ihr Kind aus den Augen verloren. Sie müssen später von einem Team von Psychologen betreut werden.

«Ich fühle mich schlecht», sagt Roberto Traversini. «Ich denke an die Eltern, an den Fahrer des Lkw und an die Rettungsteams.» Selbst die Polizei spricht von einer «traurigen» und «bedrückenden» Atmosphäre, die sich über die Rue Soleuvre legte, nachdem die Straße gesperrt und die Gaffer verscheucht waren. Und Hunderte Menschen drücken der Familie auf Facebook ihr Beileid aus.

Unser Live-Ticker zum Nachlesen.

(sen/nc/L'essentiel)

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